Schwaz verlängert Vertrag für das Asylwerberheim

In der Silberstadt werden vorerst für weitere vier Jahre Asylwerber aufgenommen: Betreiber und Bewohner zeigen sich zufrieden.

Von Michael Mader

Schwaz –Im Dezember läuft der Vertrag zwischen dem Land Tirol und der Stadtgemeinde Schwaz über das Asylwerberheim aus. Die zuständige Landesrätin Christine Baur hat bei ihrem Bezirksbesuch auf diesen Umstand hingewiesen, aber auf positive Gespräche mit der Stadtführung verwiesen. Das scheint jetzt gefruchtet zu haben: Der Gemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig beschlossen, den Pachtvertrag mit dem Land um weitere vier Jahre zu verlängern.

Vorangegangen sind dem Beschluss Gespräche von Bürgermeister Hans Lintner und Sozialreferentin Stadträtin Ingrid Schlierenzauer mit der Flüchtlingskoordinationsstelle des Landes sowie mit Heimleiter Franz Haberl und Betreuerin Natascha Blaschitz. Daraus hat sich er­geben, dass die Betreiber mit der aktuellen Anlage sehr zufrieden sind. Im Vergleich mit den meisten festen Anlagen im Land würden die Schwazer Wohncontainer komplett getrennte Wohnbereiche für die Familien haben. So hat jede Familie ein eigenes WC, eine Dusche und eine Kleinküche, was die Privatsphäre und die Selbstständigkeit fördern würde.

Zudem funktioniere die vor wenigen Jahren installierte Gasheizung gut, alle Container hätten einen Sonnenschutz für den Sommer.

Aber auch die Bewohner sollen den Gesprächen nach mit der Wohnsituation zufrieden sein. Ende 2013 gab es sogar eine Kontrolle durch das UNO-Hochkommissariat für Flüchtlingsfragen. Auch deren Bewertung fiel sehr positi­v aus.

„Die Nachbarn sind dem Heim und den Bewohnern gegenüber positiv eingestellt, es gibt keinerlei Beschwerden. Die Arbeitsprojekte der Stadt – gemeinnützige Arbeit gegen Taschengeld – tragen zur Beseitigung von Vorurteilen in der Bevölkerung und zur Vermeidung von Problemen wegen Langeweile bei den Bewohnern bei“, heißt es im Antrag des Ausschusses für Soziales und Integration an den Gemeinderat.

Dort hat man sich mit der Thematik ausführlich beschäftigt und ist zu dem Schluss gekommen, dem Schwazer Gemeinderat zu empfehlen, den Pachtvertrag um vier Jahre zu verlängern. In weiterer Folge könne dann ohne Zeitdruck und aus gesicherten Verhältnissen heraus eine Zukunftsplanung mit Entwicklungsmöglichkeit in alle Richtungen erfolgen.

Nachgedacht wird dabei auch über einen Neubau an einem anderen Standort.


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