Ein Ende mit Schrecken – die Haie ein Trümmerhaufen

Die Haie ließen sich im letzten Saisonheimspiel zur „Schlachtbank“ führen. Dornbirn fixierte indes mit einem 9:3-Sieg den Viertelfinal-Einzug.

Von Alex Gruber

Innsbruck –Ersatzgoalie Patrick Machreich wurde von Headcoach Danny Naud gestern mit einem Einsatz gegen Dornbirn belohnt – oder besser gesagt bestraft: Denn selbst wenn der HCI-Tormann nicht immer auf dem Posten war, ließen ihn seine Vorderleute in vielen Szenen sträflich im Stich. Es tat weh in den Augen, was die Haie-Cracks den eigenen Fans zum Saisonabschluss im eigenen Oval phasenweise boten. Der in den letzten Wochen so viel zitierte Charaktertest endete mit einem „Nicht genügend“. Dass es für die Haie am Tabellenende der Quali-Runde um nichts mehr ging und für die Vorarlberger im Kampf um einen der beiden Play-off-Plätze quasi um alles, kann bei einer professionellen Berufsauffassung nicht als Schutz dienen.

„Macht sie alle, schießt sie aus der Halle“, skandierten die mitgereisten Dornbirn-Fans, nachdem es zu Beginn des Mitteldrittels in vier Minuten dreimal hinter Machreich eingeschlagen hatte. Zuvor hatte übrigens Haie-Kapitän Patti Mössmer mit dem Treffer zum 2:4 seine leidige Torsperre nach 27 Partien endlich beendet. Es war ganz, ganz schwer nach positiven Momenten zu suchen. Die „Gsis“ auf der Tribüne sangen schon längst „Play-off, wir kommen“. Dornbirn kann aufgrund der direkten Duelle nicht mehr von den ersten beiden Plätzen verdrängt werden.

„In der Zwischenrunde kann man mit der ganzen Mannschaft nicht zufrieden sein“, zeigte sich Präsident Christian Kaltschmid im Fernsehinterview betont sachlich. Die Cracks sollten ihm dafür danken, dass er am gestrigen Abend so viel Gnade walten ließ. Die erste zweistellige Niederlage seit der EBEL-Rückkehr blieb zum Glück aus.

HC Innsbrucker Haie - Dornbirner EC 3:9 (1:4,1:3,1:2). Innsbruck, 2.000, Hofer/Veit. Tore: Jeff Ulmer (10.), Mössmer (22./PP), Stern (41.) bzw. Grabher Meier (2.), Mink (8., 23., 24./PP), Arniel (14.), D‘Alvise (19.), Putnik (23.), Sonne (45.), Magnan-Grenier (50./PP). Strafminuten: 10 bzw. 2.

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