Erinnerungen werden wach

Die Pinguine schlugen zurück: Wattens besiegte die Krokodile aus Kundl im dritten Eliteliga-Finale auswärts mit 6:3 und sorgten so für ein echtes Déjà-vu.

Von Adrian Stöckl

Kundl –„Auf geht’s nach Kundl!“ Unter diesem Motto starteten am Freitagabend 50 Fans der Wattener Pinguine, auf Kosten des Vereins, mit einem Fan-Bus in die Kundler Eishalle. Viele aber auch mit Privatautos. „Unglaublich. Fast die halbe Tribüne war voller Wattens-Anhänger“, war Offensivspieler Julian Jagersbacher angetan von den Schlachtenbummlern.

Angetrieben vom eigenen Anhang zeigten die Pinguine, was der Titelverteidiger zu leisten imstande ist. 6:3 hieß es nach 60 gespielten Minuten. 2:1 für die Pinguine somit in der Best-of-Five-Finalserie.

Die Kundler Krokodile wurden zuhause am falschen Fuß erwischt, gerieten schnell 0:2 in Rückstand und konnten nie mehr ausgleichen. „Es war wieder ein sehr intensives Spiel, in dem es phasenweise sehr eng wurde“, führte Jagersbacher weiter aus. Was den Wattenern den Sieg bescherte, sei der konsequente, kalte Abschluss vor dem Tor gewesen. „Wir hatten nicht so viele Chancen wie in Spiel eins, nützten die aber besser.“ Auch der Ausfall von Marc Schönberger konnte vom Wattener Kollektiv gut kompensiert werden. „Nur Markus (Goalie Seidl, Anm.) muss man herausheben“, lobte der ehemalige HCI-Crack.

Beim 30-Jährigen werden nun Erinnerungen an das letztjährige Endspiel wach. „Ich erlebe ein bisschen ein Déjà-vu. Vergangenes Jahr verloren wir auch das erste Spiel, um dann mit drei Siegen in Serie Meister zu werden. Ich habe ein gutes Gefühl.“

Kundls sportlicher Leiter Bruno Schiestl ließ sich trotz der Niederlage die gute Laune nicht nehmen. Er besuchte gestern einen Faschingsumzug. Von einem Déjà-vu will er nicht sprechen. „Wattens war besser. Mit solchen Eigenfehlern kann man kein Finalspiel gewinnen.“ Er gehe davon aus, dass das Team eine Reaktion zeige. Wattens hat am Donnerstag nun Matchball.


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