Ganghoferlauf mit Rekord

1800 Sportler gingen beim 44. Ganghoferlauf an den Start, Christian Voelz sorgte für einen Heimsieg. Die „Zwergerl“ waren die Größten.

Von Peter Hechenberger

Seefeld –1800 Langläufer sorgten gestern bei der 44. Auflage des Internationalen Ganghoferlaufs im Leutaschtal für ein Rekordteilnehmerfeld. Darunter waren auch so prominente Starter wie der Salzburger Biathlet Sven Grossegger oder der Tscheche Martin Koukal, 2003 bei der Weltmeisterschaft in Val di Fiemme Goldmedaillengewinner über 50 Kilometer. Damit ist der Ganghoferlauf einer der teilnehmerstärksten Volksläufe.

Im Vorfeld hatten die Organisatoren des Events, der Tourismusverband Olympiaregion Seefeld und der Ski Club Leutasch, jede Menge Kopfweh und Arbeit wegen der Schneebedingungen. Aber sie schafften es, den Läufern trotzdem eine schnelle Spur zur Verfügung zu stellen. Zudem gab es für den diesjährigen Lauf eine geänderte Streckenführung. Damit standen den Athleten die Disziplinen 24 Kilometer klassisch sowie 17,5 und 35 Kilometer in der freien Technik zur Auswahl.

Vier der sechs Klassensiege gingen an Deutschland, einer an Italien. Den einzigen rot-weiß-roten Klassensieg gab es durch Christian Voelz, der über die 24 Kilometer klassisch triumphierte. Er gewann das anspruchsvolle Rennen in 1:12,48,9 Stunden nur 1,3 Sekunden vor dem Deutschen Michael Mellert.

Die Ouvertüre des Ganghoferlaufes war schon am Samstag über die Bühne gegangen. Dieser Tag war den Kids gewidmet. Ein eigener Tag für den Nachwuchs, das ist eine Besonderheit bei internationalen Volkslangläufen.

TT-ePaper gratis testen und 2 VIP-Tickets für das Electric Love Festival gewinnen

Electric Love Festival

Dementsprechend ins Zeug legten sich die Kleinen dann auch. Rund 470 Minis gingen in acht Altersklassen, von der „Zwergerlklasse“ bis zur Jugend II, an den Start. Der Jüngste der kommenden Langläufer war gerade erst drei Jahre alt. Schnellstes „Zwergerl“ war mit einer Siegerzeit von 1:30,8 Minuten der Deutsche Karl Herzog, bestes einheimisches „Zwergerl“ der Milser Oskar Laimer (2:01,8). Die schnellste „Zwergin“ kam mit Paulina Weigelt ebenfalls aus Deutschland, aus Tiroler Sicht war Marie Drexel (Mils) am schnellsten.

Doch es ging nicht nur um Minuten und Sekunden und heiße Rennerlebnisse bei strahlendem Sonnenschein, sondern auch um viel Spaß. Nach jedem Rennen gab es eine große Würstelparty mit Tombola für die Nachwuchsläufer. Für die Kleinsten gab es auch noch eine Einladung in das Leutascher Alpenbad. Wie sehr der Langlaufsport in der Olmpia­region bei den Kids und Jugendlichen ankommt, zeigt sich auch beim Ski Club Leutasch, bei dem 70 Nachwuchsläufer trainieren und sich auf ein großes Rennen vorbereiten.


Kommentieren


Schlagworte