Opposition kritisiert Hahn

Für den FPÖ-Kandidaten Vilimsky hat sich Hahn als EU-Kommissar disqualifiziert.

EU-Kommissar Johannes Hahn.
© Andreas Rottensteiner / TT

Wien/EU-weit - EU-Regionalkommissar Johannes Hahn (ÖVP) ist mit seinen Aussagen in der ORF-“Pressestunde“ auf heftige Kritik bei der Opposition gestoßen. Für den FPÖ-Kandidaten Harald Vilimsky hat sich Hahn als EU-Kommissar disqualifiziert. Die Grüne Spitzenkandidatin Ulrike Lunacek forderte ihn auf, sich der EU-Wahl zu stellen. Und für das Team Stronach hat Hahn die EU-Skepsis der Österreicher bestätigt.

„Hahn hat heute seine Ahnungslosigkeit offenbart und sich als EU-Kommissar endgültig disqualifiziert. Seine Tage in der EU werden bald gezählt sein“, meinte Vilimsky in einer Aussendung. Hahn habe nichts Konkretes gesagt und sei allen wichtigen Fragen ausgewichen - quasi nach dem Motto: „Mein Name ist Hahn, ich weiß von nichts.“ Der FPÖ-Generalsekretär bekräftigte die Forderung, dass die nach der EU-Wahl stärkste Partei Österreichs auch einen Anspruch auf einen EU-Kommissar haben müsse.

Luncek forderte Hahn auf, sich der EU-Wahl zu stellen, wenn er weiter EU-Kommissar bleiben wolle. Für die Grünen sei klar, dass nur Kandidaten für die EU-Wahl als Kommissar nominiert werden sollen. An die ÖVP richtete die Vizepräsidentin der Grünen im EU-Parlament die Aufforderung, „mit offenen Karten“ zu spielen. Es müsse klar gemacht werden, wer aus Österreich in die EU-Kommission gehen möchte und es dürfe nicht nachher „aus innenpolitischen Überlegungen irgendjemand aus dem Hut gezaubert“ werden. „Parteipolitischem Postenpoker darf kein Platz gelassen werden.“

Für Team Stronach Klubobfrau Kathrin Nachbaur bestätigen die Aussagen Hahns „die EU-Skepsis der Österreicher“. Ihrer Ansicht nach ist die „Institution EU zu einem Bürokratie-Moloch mit einem gewaltigen Demokratie-Defizit geworden“. (APA)


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