Facetten von Gerechtigkeit

Für Provenienzforscherin Sophie Lillie, Mitglied in der Taskforce, die die Sammlung Gurlitt untersuchen soll, liegt nahe, dass in Privatsammlungen noch viel NS-Raubkunst schlummert.

Ein Teil des "Beethovenfries" von Gustav Klimt in einem eigens dafür geschaffenen Raum in der Secession in Wien.
© APA

Innsbruck –Mit ihrem Buch „Was einmal war – Handbuch der enteigneten Kunstsammlungen Wiens“, erschienen 2003 im Czernin Verlag, hat die österreichische Provenienzforscherin Sophie Lillie ein Standardwerk der österreichischen Kunstrestitution geschrieben. Von der Claims Conference, die jüdische Ansprüche in Deutschland vertritt, wurde sie jetzt in jene Taskforce nominiert, die die unter NS-Raubkunst-Verdacht stehenden Werke des spektakulären Münchner und Salzburger Kunstfundes, der Sammlung von Cornelius Gurlitt, untersuchen soll. Im Fall des derzeit prominentesten österreichischen Restitutionsfalles, Klimts Beethovenfries, ruft Lillie­ zu Besonnenheit auf. Auch, um Fehler wie bei Klimts „Goldener Adele“ zu vermeiden.

Kostenlos registrieren und weiterlesen

Dieser Exklusiv-Artikel ist nur für Nutzer verfügbar, die sich kostenlos auf tt.com registriert haben.

Jetzt kostenlos registrieren
Ich bin bereits registriert und möchte mich anmelden

Kommentieren


Schlagworte