Woipertouringer ist im Bewusstsein angelangt

Projekt zum Schutz der Naturräume im Brixental soll weitergeführt werden. Die Uni Innsbruck hat dazu eine Erhebung gemacht.

Von Brigitte Eberharter

Hopfgarten –Was bringt die Arbeit des Vereins Netzwerk Naturraum Brixental? Die Antwort auf diese Frage legten nun Andreas Aschaber und Michaela Rizzolli von der Universität Innsbruck den Verantwortlichen in Sachen Woipertouringer vor. In aufwändiger Arbeit eruierten sie in den vergangenen Wochen den Wert der bisherigen Vereinstätigkeit.

Der Wiedererkennungswert des Woipertouringer-Logos liegt bei 47,1 Prozent, was deutlich höher ist als jenes von „Respektiere deine Grenzen“ im Salzburger Land, mit welchem man ähnliche Ziele verfolgt und in welches wesentlich mehr Geld investiert wurde. Unter anderem haben die beiden Evaluierungs­experten einen Online-Fragebogen erarbeitet, welcher in erster Linie von Skitourengehern retourniert wurde. Fast 30 Prozent der Tourgeher gaben an, dass sie ihr Verhalten aufgrund der Initiative geändert hätten, dass sie vorher von Ruhezonen für das Wild nichts gewusst hätten.

Bekanntlich ist die Förderperiode ausgelaufen und der Verein muss sich um neue EU-Förderung bemühen. Betont wurde im Zuge der Evaluierung, dass es ein falsches Zeichen wäre, jetzt aus dem Projekt auszusteigen. Das Gegenteil sollte geschehen. Viele können sich vorstellen, dass ähnliche Lenkungsmaßnahmen auf andere Regionen übertragen werden. Aus diesem Grunde war auch Landesforstdirektor Josef Fuchs bei der Präsentation anwesend, ebenso wie der LA Josef Edenhauser. Beide versicherten ihre Bemühungen diesbezüglich, wobei jedoch klar zum Ausdruck kam, dass es nicht möglich sein wird, verordnungsmäßig das Projekt auf andere Regionen darüberzustülpen, weil das Gelingen von den handelnden Personen abhängt.

Auch Vereinsobmann Paul Sieberer betonte, dass der Vorstand gewillt ist, weiterzumachen, gibt aber auch zu, dass es kaum möglich ist, in dieser Intensität weiterzufahren. Insofern würde er sich Unterstützung seitens des Landes wünschen. Das Projekt Woipertouringer wird vielerorts als Meilenstein betrachtet, von den Naturnützern wird eine Ausweitung nicht nur regional gewünscht, sondern auch mit Fokus auf den Sommer. Denn die Menschen, die ihre Freizeit in der freien Natur verbringen wollen, werden deutlich mehr. Lediglich zwei Prozent fühlen sich durch das Ruhezonen-Projekt eingeschränkt, der Rest gab bei der Befragung an, dass man den Wegfall einiger weniger Routen durchaus verstehen könne und dies gerne im Sinne des Schutzes für Wald und Wild in Kauf nähme.

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