Taxistreit ist in der Sackgasse

Von Harald Angerer...

Von Harald Angerer

Kitzbühel –Der Streit um fehlende Taxistandplätze in Kitzbühel weitet sich aus. Nachde­m nun schon seit über zwei Jahren wegen eines passenden Standplatzes diskutiert wird, fällt nun der Foku­s auf die Taxi­konzessionen. Gemeinde­rat Ludwig Schlechter ortet eine Goldgräberstimmung bei den Taxiunternehmern in Kitzbühel. In der Stadt gibt es derzeit 29 zugelassene Taxi­unternehmen, das sind fast gleich viele wie in Sölden (11), Ischgl (5) und St. Anto­n (14) zusammen. Selbst in Wörgl und Kufstein gebe es mit jeweils lediglich elf Taxiunternehme­n somit deutlich wenige­r als in Kitzbühel.

Schlechter macht nun in einem Schreiben an Gabriel Klammer von der Taxiinnung seinem Ärger Luft. „Es wird den Taxiunternehmungen sehr leicht gemacht, ihr Gewerbe auszuüben, und das ohne Transparenz. Ich werde alle Hebel in Bewegung setzen, damit wir in Kitzbühel mit meinen einheimischen Taxiunternehmungen auf vertretbare klare Richtlinien gelangen“, lässt Schlechter darin wissen. Auch gebe es zunehmen­d Beschwerden, dass so mancher Taxi­unternehmer die Kunden „abzocke“, wie Schlechter sagt. Hier gebe es auch schon Beschwerden beim Tourismusverband.

Klammer zeigt sich verwundert über die neuerliche Kritik Schlechters. „Die Hebel hat die Stadt in der Hand und nicht wir.“ Schlechter müss­e akzeptieren, dass solche Unter­nehmensgründungen öster­reichweit gesetzlich geregelt sind und nicht verhindert werden können. „Selbst wenn noch Nummer 30 und 31 dazukommt“, sagt Klammer. Für ihn ist die Lösung eine ein­fache: ein Taxi­sammelplatz in der Bichlstraß­e, ein Schranken oder Poller, welcher die Einfahrt vor das Kirchberger Tor nur noch den Berechtigten ermöglicht, und am Anfang verstärkte Kontrollen durch die Polizei.

Eine Taxizentrale als Lösung sieht er nicht, denn auch dies­e würde nicht all­e Unternehmer erreichen. Und schwarz­e Schafe gebe es überall, „auch in Innsbruck, London und New York“, versichert Klamme­r. Er stünde aber weiter für Gespräche offen, um die Situation endlich zu verbessern. Aber handeln müsse nun die Stadt.


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