Eine Million Kubikmeter Wasser suchen ihre Ursache

Die Stadt Imst lässt die Hochwasserberechnungen nachprüfen. In Tarrenz wird nach anderen Varianten für Rückhaltebecken gerufen.

Von Alexander Paschinger

Imst, Tarrenz –Die bisherige Annahme des Gefahrenzonenplanes für den Unterlauf des Pigers war das Szenario von 120 Kubikmeter Wassern pro Sekunde. Wie berichtet, geht man in den neuen Berechnungen, die vor drei Wochen in Tarrenz der Bevölkerung vorgestellt wurden, von 140 Kubikmetern aus. „Hochgerechnet auf ein achtstündiges Ereignis wären das eine Million Kubikmeter Wasser mehr“, so der Imster Bürgermeister Stefan Weirather. Das will der VP-Landtagsabgeordnete noch einmal nachgerechnet wissen. Und das möglichst schnell, damit mit den Planungen für den Hochwasserschutz begonnen werden kann.

„Derzeit werden die Niederschlags- und Abflussmengen überprüft“, so Weirather gegenüber der TT. In zwei bis drei Wochen sollte das Ergebnis vorliegen, „dann geht es an die Kommissionierung des neuen Gefahrenzonenplans“. Der wiederum ist dann die Grundlage für die Planungen des Hochwasserschutzes. Dabei ist einerseits eine Längsverbauung des Pigers von Imst bis zur Mündung in den Inn vorgesehen, andererseits drei Rückhaltebecken (zwei in Imst, ein großes in Tarrenz).

Wichtig ist der Hochwasserschutz vor allem auch für die Wirtschaft, die sich beim vorliegenden neuen Gefahrenzonenplan mit vielen gelben und vor allem roten Zonen konfrontiert sind. Wie bei der Veranstaltung in Tarrenz betont wurde, wird der Gefahrenzonenplan umgeschrieben, wenn entsprechende Sicherungen durchgeführt werden.

Die größte Maßnahme betrifft Tarrenz. Dort sollte, wie berichtet, das Gebiet des einstigen Spiegelfreudensees als mögliches Überflutungsbecken genutzt werden. 1,1 Millionen Kubikmeter Wasser sollten dort zurückgehalten werden. Mittlerweile hat der Gemeinderat Bürgermeister Rudolf Köll beauftragt, andere Varianten prüfen zu lassen und das mit einer Resolution einzufordern. Vorstellbar seien für ihn Maßnahmen an Tegesbach und Rossbach in Nassereith, eine Renaturierung des Gurglbaches mit seinen Altarmen oder auch das Nutzen der landeseigenen Brachflächen oberhalb des ehe- maligen Spiegelfreudensees.

TT-ePaper gratis testen und 2 VIP-Tickets für das Electric Love Festival gewinnen

Electric Love Festival

Den betroffenen Grundeigentümern entlang der Flussstrecke wird am Dienstag, den 11. März, von 13 bis 18 Uhr im Baubezirksamt Imst ein Sprechtag mit Einsicht in die Pläne angeboten.


Kommentieren


Schlagworte