Osttiroler Holzriese ließ 31 Millionen Euro rollen

Die Brüder Theurl GmbH in Assling spielt nach Großinvestitionen der letzten drei Jahre technisch in der europäischen Oberliga mit.

Von Claudia Funder

Assling –1932 gegründet, setzte der holzverarbeitende Familienbetrieb Theurl immer wieder auf Weitsicht, um einen Schritt voraus zu sein. Seit 1998 ist mit Hannes und Stefan Theurl als Geschäftsführer-Duo die dritte Generation am Ruder. Mit Mut zum Risiko wurde in den letzten Jahren trotz branchenweite­r Krise kräftig in den Leit­betrieb der Region investiert.

„Unser Fokus liegt ganz klar in der Steigerung der Ertragskraft durch Optimierung der Wertschöpfungskette – vom Rundholz bis zum fertig abgebundenen Projekt. Dazu muss man auf dem neuesten Stand der Technik sein“, erklärt Stefan Theurl. In den letzten elf Jahren investierte das Osttiroler Unternehmen „Theurl Austrian Premium Timber“ über 85 Mio. Euro und kämpft nach der jüngsten Offensive technisch endgültig an vorderster europäischer Front mit. Allein in den Jahren 2011 bis 2013 flossen 31 Mio. Euro in den Neubau des Rundholzplatzes und des Hobelwerks, die Schaffung eines Kompetenzzentrums für Holzbaubetriebe sowie die Kompletterneuerung der Sägelinie, die nun zu den modernsten in Europa zählt.

„Nach einer langen Planungsphase konnte dieses Herzstück unseres Betriebs in nur zwei Monaten, von End­e November 2013 bis Ende Jänner 2014, ausgetauscht werden“, freut sich Hannes Theurl, der auf eine sehr arbeitsintensive Phase zurückblickt: „Die letzten Monate waren ein Kraftakt.“

Der Rohstoff Holz wird in Osttirol, Oberkärnten und Südtirol erworben, Kernmärkte sind insbesondere Italien (49 Prozent), Österreich (29 Prozent) und die Levante-Länder (19 Prozent).

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Die Mitarbeiterzahl des erfolgreichen Traditionsunternehmens ist trotz Schritt in die Vollautomatisierung konstant gestiegen, von knapp 70 Mitarbeitern im Jahr 2006 auf aktuell 160 Mitarbeiter.

Der Umsatz des Vorzeige­betriebs, in dem Bodenständigkeit auf Hightech trifft, betrug im Vorjahr bemerkenswerte 61,5 Mio. Euro.


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