11,5 Prozent mehr Arbeitslose in Tirol

Auch im Februar gab es keine Veränderung am Tiroler Arbeitsmarkt. Erneut waren Frauen stärker betroffen als Männer, stärkere Zuwächse gab es wieder bei den älteren Personen. Einziger Lichtblick: bei den Jugendlichen gab es einen Rückgang.

Symbolfoto.
© TT/Thomas Böhm

Innsbruck – In Tirol ist die Arbeitslosigkeit im Februar deutlich gestiegen: Die Zahl der vorgemerkten arbeitslosen Personen stieg mit 2249 um 11,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Bei einem prognostizierten Stand von 324.000 unselbständig Beschäftigten und 21.889 vorgemerkten Arbeitslosen betrug Ende Februar die Arbeitslosenquote in Tirol 6,3 Prozent, im Februar 2013 lag sie noch bei 5,8 Prozent. 2707 Personen nahmen im Februar an Schulungen des AMS Tirol teil. Das waren um 14,9 Prozent mehr als im Vorjahresmonat.

Frauen (+19,9 Prozent) waren stärker betroffen als Männer (+7,8 Prozent). Erfreulich war der erneute Rückgang bei den Jugendlichen um zehn Prozent. Bei allen anderen Altersgruppen wurden Anstiege verzeichnet. Besonders dramatisch war der Anstieg bei den über 50-jährigen Personen, hier stieg die Zahl der Jobsuchenden um 29,3 Prozent.

Die stärksten Zuwächse unter den Arbeitslosen gab es bei den Langzeitarbeitslosen. Hier kam es im Februar zu einem Anstieg um 53,3 Prozent. Nach Regionen betrachtet, verzeichneten alle Bezirke Zuwächse. Angeführt wird die Liste von Innsbruck (16,6 Prozent) gefolgt von Schwaz mit 14,1 Prozent. Ganz unten befindet sich Landeck mit einem Anstieg um 3,7 Prozent.

Mildes Wetter hat Baubranche gestützt

Aufgeschlüsselt nach Wirtschaftsabschnitten gab es die größten Zuwächse im Bereich Handel, Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen (556 oder 23,3 Prozent) - davon entfallen 365 Personen (was einem Plus von 23,5 Prozent entspricht) auf den Einzelhandel und 173 Personen (28,6 Prozent) auf den Großhandel. Im Fremdenverkehr stieg die Zahl der Jobsuchenden um 20 Prozent. Die Baubranche hat sich mit einem Mini-Zuwachs von 0,1 Prozent kaum verändert.

Der Lehrstellenmarkt präsentierte sich etwas entspannter. Insgesamt sind die gemeldeten Lehrstellen im Vergleich zum Vorjahresmonat um 14,3 Prozent auf 2357 gestiegen. Davon stehen 536 zur sofortigen Besetzung bereit. Außerdem wurden 1821 Lehrstellen dem AMS für zukünftige Vermittlung gemeldet. Als lehrstellensuchend ließen sich insgesamt 519 Personen registrieren, das waren im Vorjahresvergleich um 107 Personen oder 17,1 Prozent weniger.

„Die nun vorliegenden Arbeitsmarktdaten Ende Februar bestätigen die erwartet angespannte Situation am Tiroler Arbeitsmarkt. Erfreulich ist der Rückgang in der Baubranche, wobei sich hier das milde Wetter besonders positiv ausgewirkt hat“, bewertet Landesgeschäftsführer Anton Kern die aktuellen Zahlen zu den Entwicklungen am Tiroler Arbeitsmarkt. (sas, tt.com)


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