Festung ist das Tivoli längst keine mehr

Soll der Klassenerhalt des FC Wacker über die restlichen Heimspiele führen, bedarf es einer Trendumkehr.

Von Wolfgang Müller

Innsbruck –Elf Runden bleiben dem FC Wacker Innsbruck noch, um den Fünfpunkterückstand auf den Vorletzten aufzuholen und somit doch noch den Klassen­erhalt in der tipp3-Bundesliga zu schaffen. Nicht unbedingt eine „Missio­n Impossible“, aber schwer genug. Wenn der Weg zum Verbleib in der Erstklassigkeit über die restlichen sechs Heimspiele führen soll, dann muss aus dem Tivolistadion wieder eine richtige Festung werden. Der Blick auf die Heimtabelle ist ernüchternd – nur zwei Siege in zwölf Spielen und ein klar negatives Torverhältnis. Im Vorjahr fassten die Schwarzgrünen in 18 Heimpartien zehn Niederlagen aus.

Reiste früher die Bundes­ligakonkurrenz mit gehörigem Respekt und leichten Bauchschmerzen in den Westen, so freut sie sich gegenwärtig auf das Tivolistadion, denn dort werden ebenso regelmäßig wie großzügig Gastgeschenke verteilt. Das sah vor 14 Jahren noch ganz anders aus. In der Meister­saison 1999/2000 feierte der FC Tirol im alten Tivolistadion in 18 Heimspiele­n 15 Siege, kassierte nur eine Niederlage und schoss das imposante Torverhältnis 31:7 heraus. Der Vergleich hinkt allerdings, denn damals stand der sportliche Erfolg in keinem Verhältnis zur Wirtschaftlichkeit.

Gegenwärtig läuft es umgekehrt, und wenn nicht bald ein­e Serie gestartet wird, einmal mehr in die Zweitklassigkeit. Am kommenden Sonntag gastiert der Rekordmeister im Tivoli und der hat im Kampf um einen Europa-League-Platz nichts zu verschenken und beste Erinnerungen an Innsbruck. Am 14. September siegten die Hütteldorfer im Tivoli locker lässig 4:0. Was förmlich nach Revanche schreit, in Anbetracht der prekären Tabellensituation müssen die Schwarzgrünen gegen die Grünweißen anschreiben. Die beiden Innenverteidiger Zeljko Djokic und Stipe Vucur sind wieder spielberechtigt, dafür ist diesmal Armin Hamzic nach der Gelb-Roten Karte letzten Samstag bei der Austria gesperrt.


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