Stoch springt in Kuopio zum Sieg, Diethart disqualifiziert

Der Niederösterreicher hatte einen neuen, aber etwas zu großen Schuh. Bester Österreicher war Michael Hayböck als Sechster.

Kuopio – Doppel-Olympiasieger Kamil Stoch hat am Dienstagabend das Weltcup-Skispringen in Kuopio für sich entschieden und einen großen Schritt in Richtung Gesamtsieg getan. Zwei Tage nach seinem Erfolg in Lahti gewann der Pole erneut und führt vor den letzten vier Saisonbewerben 103 Punkte vor dem Slowenen Peter Prevc, dem Tages-Vierten. Bestplatzierter ÖSV-Springer war Michael Hayböck als Sechster. Thomas Diethart, der auf dem zehnten Platz gelandet war, wurde später disqualifiziert. Sein neuer Schuh war etwas zu groß. „Didl ärgert sich selber am meisten. Es wird ihm sicher auch nicht mehr passieren“, sagte Cheftrainer Alex Pointner gegenüber der Tiroler Tageszeitung.

Stoch und Freund sind aktuell die beherrschenden Athleten im Springer-Zirkus. Hatte der deutsche Schützling von Cheftrainer Werner Schuster die zwei nacholympischen Bewerbe gewonnen, so gelang nun Stoch ein Double. In Kuopio feierte er mit zweimal 126,5 Metern und 3,8 Punkten Vorsprung auf Freund (127/125) schon seinen sechsten Saisonsieg. Die vergangene Saison hatte er als Weltmeister 2013 an fünfter Stelle abgeschlossen.

Die Österreicher verpassten nach dem starken Auftritt in Lahti die Podestplätze, Andreas Widhölzl bleibt mit seinem Erfolg von 1998 vorerst der einzige Gewinner in der Heimat von Ex-ÖSV-Coach Mika Kojonkoski. Hayböck (121,5/128,5) erwies sich einmal mehr als beständig, immerhin vier ÖSV-Athleten landeten unter den ersten elf. Hinter Stefan Kraft (9.) folgte Gregor Schlierenzauer.

Der 24-jährige Schlierenzauer hatte in Kuopio vor einem Jahr als Fünfter seinen zweiten Gesamtsieg vorzeitig fixiert, diesmal vergab er die Chance auf einen Spitzenplatz schon im ersten Durchgang (Rang 17/118,5 m). Somit bleibt Kuopio unter den wiederkehrenden Stationen der einzige „weiße Fleck“ auf der Erfolgslandkarte des Stubaiers. Andreas Kofler belegte den 13. Platz, Wolfgang Loitzl (32.) und Manuel Fettner (46.) hatten hingegen das Finale verpasst. (APA, su)


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