Mit Plan B in der Schublade

Vor Wackers Heimspiel gegen Rapid denkt man bereits in zwei Richtungen.

Von Alex Gruber

Innsbruck –Fünf Punkte Rückstand auf den Tabellenvorletzten (Admira) in der Bundesliga und nur ein eroberter Punkt in den vier Frühjahrspartien sprechen vor dem Rapid-Heimspiel (Sonntag, 16.30 Uhr) gegen den neuerlichen Klassenerhalt des FC Wacker.

„Ich arbeite seit Beginn meiner Amtszeit an Plan B. Ich wäre ja blöd, wenn ich das nicht machen würde“, sagt Sportdirektor Florian Klausner zur Stunde. In der Hoffnung, dass der Klassenerhalt dennoch gelingt. Die Gemütsskala schlägt derzeit ziemlich aus: „Nach den Spielen am Wochenende ist es immer zermürbend, wenn man sieht, wie viel wir investieren und wie wenig dann herausspringt. Unter der Woche läuft dann wieder das normale Geschäft.“

Bei einem etwaigen Abstieg sollen ja auch gültige Verträge für Liga zwei in der Schublade liegen. Das Vertragswerk der Tiroler Marco Kofler, Sebastian Siller und Alex Hauser garantiert eine schwarzgrüne Zukunft ungeachtet der Liga, bei Miroslav Milosevic und Goalie Wolfgang Schober sieht es auch so aus. Bei Christian Schilling oder Thomas Bergmann hat Wacker eine Option. „Natürlich lote ich auch aus, wer gewillt ist, auch in Liga zwei in Innsbruck zu spielen. Dann muss man natürlich auch schauen, ob’s ins Budget passt. Auf jeden Fall sollten wir für beide Fälle gut vorbereitet sein“, unterstreicht Klausner seine doppelgleisigen Planungen.

In Liga zwei wären die Zukunftsaussichten für Akademie-Talente wie Alex Gründler, Armin Hamzic, Andi Kuen, Kevin Nitzlnader und Co. als Stammspieler wahrscheinlich noch besser. Alle haben aber auch schon bewiesen, dass sie auch in der Bundesliga mithalten können.

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Ein Rohdiamant wie Simon Pirkl rückt nach. Tirols U16-Akademie-Spieler und Sport-BORG-Schüler Stefan Pribanovic war unlängst als Trainingsgast bei Partizan Belgrad (SRB) vor Ort. Um mit einem Lob für die heimische Talenteschiene in Tirol zu schließen: „Es war toll dort. Ich habe aber auch gesehen, wie hoch die Qualität bei uns in der AKA Tirol ist. Es wäre natürlich schön, wenn ich einen Weg wie der Simon (Pirkl, Anm.) machen könnte.“

„Junge kann man auch in der Bundesliga heranführen. In der zweiten Liga ist es natürlich noch mehr aufgelegt“, fasst Klausner zusammen. Im Wissen, dass Altach nach dem Bundesliga-Abstieg 2009 nach drei Vizemeistertiteln und einem dritten Platz in Liga zwei das fünfte Jahr in Serie um den Wiederaufstieg in die Bundesliga kämpft.


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