Japanischer Zoo will Panda-Paar für Paarung abschirmen

Der Tierpark in Tokio hofft auf seltenen Panda-Nachwuchs. Weniger Ablenkung soll dabei helfen.

Tokio - Weil der Große Panda als Sexmuffel gilt, will ein japanischer Zoo ein Panda-Pärchen von der Öffentlichkeit abschirmen - und so die Chancen auf Nachwuchs erhöhen. Ohne die Ablenkung von Zuschauern könnten sich Shin Shin und ihr Partner Ri Ri auf die Paarung konzentrieren, sagte eine Sprecherin des Ueno-Zoos in Tokio am Mittwoch.

Nachdem Shin Shin Signale aussendete, dass ihre fruchtbare Zeit beginnt, sollen die Bären ab Donnerstag ungestört sein. „Shin Shin läuft mehr herum als sonst und blökt wie ein Schaf“, sagte die Sprecherin. Dies sei ein Zeichen für den Beginn der Paarungszeit. Der Zoo-Sprecherin zufolge stimmt immerhin „die Chemie“ zwischen den beiden. „Wir alle hoffen, dass das Paar ein gesundes Baby zur Welt bringt.“

Shin Shin hatte die Japaner bereits 2012 entzückt, als sie Nachwuchs zur Welt brachte - das erste in dem Zoo geborene Pandababy seit 24 Jahren. Das Junge starb jedoch wenig später an einer Lungenentzündung. Fernsehsender in Japan blendeten damals die Nachricht in die laufenden Sendungen ein.

Der Druck auf Shin Shin, schwanger zu werden, ist hoch wie bei so manchem Prinzenpaar - denn schon im vergangenen Jahr ging die Paarungszeit ergebnislos zu Ende. Der im Südwesten Chinas heimische Große Panda vermehrt sich kaum. Das Tier ist daher vom Aussterben bedroht. Panda-Geburten in Zoos sind stets eine Sensation. (APA/AFP)


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