Kind und Karriere meistern

Die Auszeichnung „familienfreundlich“ soll Tirols Unternehmen motivieren, Maßnahmen zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie umzusetzen.

Von Barbara Egger

Innsbruck –„Familienfreundliche Maßnahmen minimieren die Personalfluktuation, Erfahrungspotenzial bleibt erhalten, karenzierte Mitarbeiterinnen kehren schneller wieder zurück, Fehlzeiten und Krankenstände vermindern sich und die Motivation und Identifikation mit dem Unternehmen steigen. Das zeigen zahlreiche Untersuchungen der positiven Effekte einer familienorientierten Personalpolitik“, sagte Wirtschaftslandesrätin Patrizia Zoller-Frischauf kürzlich im Rahmen der Preisverleihung „Familienfreundliche Betriebe 2013“. Unter 43 teilnehmenden Betrieben wurde die Zweigniederlassung von Hofer in Rietz in der Kategorie „Über 100 Mitarbeiter“ als familienfreundlichstes Unternehmen ausgezeichnet.

Acht von zehn Beschäftigten bei Hofer sind Frauen. Viele von ihnen müssen Kinder und Beruf täglich unter einen Hut bringen, wie das Beispiel der Hofer-Filiale Innsbruck Langer Weg zeigt: 26 Mitarbeiterinnen sind dort tätig und haben insgesamt 32 Kinder. Die Kombination von Arbeit und Familie erleichtert Hofer durch flexible Arbeitszeitmodelle.

Allen Mitarbeiterinnen, auch Teilzeit, stehen die Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten der hausinternen Hofer-Akademie zur Verfügung. Eine wichtige Rolle spielt auch das Karenzmanagement. Angehende Mütter informiert Hofer mit einer „Here comes my baby“-Karenzmappe. Darin enthalten sind Informationen über finanzielle Unterstützung, Behördengänge und ein Hofer-Babybody als Geschenk für den Nachwuchs. Bei der Rückkehr in das Berufsleben unterstützt Hofer die Mütter durch flexible Arbeitszeitmodelle und gezielte Programme für Wiedereinsteigerinnen.

„Nicht unwesentlich für eine erfolgreiche Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist auch das Gehalt. In diesem Punkt ist Hofer dafür bekannt, seine Mitarbeiter fair, unabhängig vom Geschlecht und deutlich über dem Kollektivvertrag zu entlohnen“, erklärt Friedhelm Dold.

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Als Beispiel nennt der Hofer-Generaldirektor den durchschnittlichen Verdienst von Kassa­kräften bei Hofer (Grundgehalt plus durchschnittliche Leistungsprämie), der im ersten Berufsjahr 45 % über dem Kollektivvertrag liege. Die familienfreundlichen Maßnahmen würden, laut Hofer, dazu beitragen, dass fast ein Drittel der Mitarbeiter bereits länger als 10 Jahre bei Hofer arbeitet.

Um das und noch mehr zu erfahren, führt Hofer unter seinen 1000 Mitarbeitern in den 56 Filialen in Tirol, in der Zweigniederlassung Rietz, in Vorarlberg und im Salzburger Pinzgau regelmäßig und anonym Mitarbeiterbefragungen durch. „Fast 90 Prozent der Mitarbeiter finden, dass Hofer ein hervorragender Arbeitgeber ist. Diese Werte liegen deutlich über dem Branchenschnitt und zeigen uns, dass unsere Initiativen für Aus- und Weiterbildung und Vereinbarkeit von Familie und Beruf auf positives Echo stoßen“, so Friedhelm Dold.


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