Die Haie nähern sich dem Winter Classic am Bergisel

Die Saison in der Erste Bank Eishockey Liga ist für die Haie beendet. Die Vision lebt: ein Winter Classic am Innsbrucker Bergisel 2014.

Von Alex Gruber

Innsbruck –„Wer keinen Mut zum Träumen hat, hat keinen Mut zum Kämpfen.“ Es ist ein offenes Geheimnis, dass HCI-Obmann Günther Hanschitz seit längerer Zeit einen Eishockey-Traum hat, für den er kämpfen will. Ein Winter Classic, wie es in der NHL mittlerweile gang und gäbe ist oder im Klagenfurter Wörtherseestadion zwischen dem KAC und VSV sowie im Amphitheater Pul­a im Rahmen der Erste Bank Eishockey Liga schon über die Bühne ging, schwebt ihm vor. Da funkeln die Augen.

Bei der Liga wurde für ein Freiluftspektakel – die Black Wings aus Linz wollen in der kommenden Saison übrigens auf der Gugl spielen – seitens des HC Innsbruck schon angesucht, es gab grünes Licht. Zum 20-jährigen Bestehen der Haie möchte man in diesem Kalenderjahr wie die Gladiatoren beim Open Air am Innsbrucker Bergisel aufmarschieren. Im Doppelpack an einem Heim-Wochenende

„Die Vision ist da, keine Frag­e. Noch ist der Bergisel aber nicht spruchreif“, wollt­e Hanschitz den Tag gestern nicht vor dem berühmten Abend loben. Es steht schließlich jede Menge Arbeit an, um so ein Projekt dann auch tatsächlich zu realisieren.

Die eigene Arbeitsgruppe, um den Traum Wirklichkeit werden zu lassen, wurde beim HCI bereits gegründet. Finanzierungsgespräche mit der öffentlichen Hand (Stadt und Land) laufen. „Wenn’s finanziel­l möglich wäre, wäre es natürlich ein Traum. Wir können kein Risiko eingehen“, hat die schwarze Null weiterhin oberste Priorität.

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Ein paar Tage nach dem Aus in der Zwischenrunde genießt am sportlichen Sektor weiterhin die Trainersuche oberste Priorität: „In 14 Tagen sollte die Entscheidung stehen.“ Die Kadererstellung bliebe dann auch dem neuen starken Mann überlassen. Einer, der eine Mischung zwischen den beiden Ex-Coaches, dem „sanften“ Danny Naud und „aggressivem“ Jarno Mensonen, sein könnte. „Er muss unseren Weg mittragen“, stellt Hanschitz fest. Der Tiroler Weg werde nicht verlassen, das Budget sei so ausgerichtet. „Wir müssen bessere Legionäre finden, vor allem auch in der Defensive. Nur darüber führt der Weg zum Sieg“, bleibt Hanschitz dabei, dass mit besseren Schlüsselspielern und einer feineren Linien-Zusammenstellung die anvisierte Verbesserung möglich sei. Große Talente wie Mari­o Huber müssten in Zukunft spielen, das Training ein härteres werden.

Mit der Aussicht auf ein atemberaubendes Winter Classic am Bergisel sollte jeder Crack hellhörig werden.


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