Streit um Schotter und Abfall

Eine geplante Abfalldeponie und der riesige Schotterberg bei Radfeld sorgen bei der Umweltplattform für Ärger.

Von Walter Zwicknagl

Radfeld –Nicht nur in Sachen „Radfelder Vorberge“ wirft sich Norbert Wolf von der Umweltplattform Tiroler Unterland ins Zeug. Ein Dorn im Auge ist ihm auch eine geplante Abfalldeponie im Osten des Ortes. „Dort sollen jährlich 11.000 Tonnen gefährlicher und nicht gefährlicher Abfälle angeliefert werden. Aus meiner Warte gesehen, hat die Betreiberfirma unvollständige Fakten vorgelegt, zudem habe ich die Einbeziehung ortsbezogener Umweltmessdaten verlangt“, berichtet der Radfelder. Grundstücksanrainer würden von massiven Eingriffen in die Nachbarschaftsrechte sprechen, zudem stehe eine Beeinträchtigung der Landwirtschaft und die Zunahme des Schwerverkehrs ins Haus, listet Norbert Wolf auf. Dass eine neuerliche Verhandlung Mitte Februar nicht vor Ort, sondern im Landhaus in Innsbruck anberaumt war, sehen er und Anrainer der geplanten Anlage als Affront. „Mit Nachdruck spricht sich die Gemeinde gegen das Deponieprojekt aus. Proteste kommen nun auch von der Bürgerinitiative für ein gesundes Radfeld“, ergänzt er. „Es wird eine weitere Verhandlung geben. Es ist alles im Laufen“, ist die Reaktion von Klaus Mayr aus Strass, der den Standort Radfeld seit 2007 betreibt und jetzt den Betrieb erweitern will.

Hinter den Kulissen geht es auch um die riesige Deponie im Westen von Radfeld. „Da rührt sich wenig“, ärgert sich BM Josef Auer. Im Jänner habe es mit LHStv. Ingrid Felipe ein Gespräch gegeben, auf die Antwort auf viele Fragen warte er noch immer. „Man kann ja davon ausgehen, dass bis Ende des Jahres 2014 der bescheidmäßige Zustand nicht hergestellt werden kann. Welche Schritte werden dann seitens der Behörde gesetzt?, fragte Auer jüngst bei der Behörde an. „Wir sind laufend dabei, Material zu verwerten. Es handelt sich im Recycling-Zwischenlager um gutes und hochwertiges Material, das schrittweise weggeliefert wird“, sagt Prokurist Günther Schweinberger von der Firma Gubert. Im Jahr 2014 werde kein Material mehr angeliefert. Was Umweltschützer Norbert Wolf so nicht ganz glauben will. Er habe andere Informationen.

TT-ePaper gratis testen und 2 VIP-Tickets für das Electric Love Festival gewinnen

Electric Love Festival

Kommentieren


Schlagworte