Die Pinguine tanzten zur Titelverteidigung

Mit einer 9:3-Gala im vierten Finalspiel der Tiroler Eliteliga schafften die Wattener Pinguine gegen Kundl die erfolgreiche Titelverteidigung.

Von Alex Gruber

Wattens –Still wurde es im Wattener Alpenstadion nur vor dem ersten Bully. Eine Trauerminute erinnerte an den kürzlich verstorbenen Dr. Heinz Unterberger, dem Vereinsarzt der WSG. Danach lieferten die Wattener Pinguine ein spielerisches Feuerwerk ab, das ihnen die erfolgreiche Titelverteidigung in der Eliteliga bescherte.

In der Anfangsphase dauerte es allerdings noch, ehe die beiden Mannschaften vor 800 Zuschauern auf Betriebs­temperatur kamen. Es regierte das nervöse Abtasten. Danach legte das vierte Finalspiel in Sachen Tempo und Niveau ordentlich zu. Chancen gab es hüben wie drüben, Tore wollten am Beginn aber keine gelingen.

Erst nachdem Kundl-Verteidiger Andreas Haltmeier mit seinem Schuss (Doppellatte) Pech hatte, tauten die Cracks beider Teams so richtig auf. Wenige Augenblicke später durften die Kundler Spieler über die 1:0-Führung jubeln: Clemens Marek (9.) war im Powerplay für die Krokodile erfolgreich.

Die Wattener Antwort ließ aber nicht lange auf sich warten: Postwendend verwertete Clemens Habsburg-Lothringen (10.) eine sehenswerte Kombination von Julian Jagersbacher und Pavel Sukharev. Es sollte nicht beim einzigen Treffer der Nummer 31 der Pinguine bleiben.

Im Mitteldrittel brachen bei den Kundlern, die im Grunddurchgang nur ein einziges Spiel verloren hatten, alle Dämme. Die Pinguine starteten den großen Titel-Turbo. Nach 56 Sekunden markierte erneut Habsburg-Lothringen (21.) nach herrlichem Solo die Wattener Führung (2:1). Drei Minuten später legte er nach neuerlichem Assist des überragenden Ex-Haie-Spielers Julian Jagersbacher das 3:1 nach.

Es folgte ein echtes Bestschießen, bei dem auch die individuelle Klasse der Wattener den Ausschlag Richtung erfolgreicher Titelverteidigung gab. Auch in der vierten Finalserie mussten die Kundler als Verlierer vom Eis gehen.

Das Schlussdrittel (2:1) endete ebenfalls zu Gunsten der Wattener – damit kam es zu einer Wiederholung der Finalserie des Vorjahres: Kundl hatte wieder geführt, der Eliteliga-Titel wanderte jedoch erneut nach Wattens.


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