Musiknachwuchs spielt in eigener Liga

Die Landesmusikschule Reutte/Außerfern schickte die mit Abstand meisten Teilnehmer Tirols zu Prima la Musica. Fast unglaublich: Alle Angetretenen kamen in die Preisränge. Heute zeigen sie ihr Können in Reutte.

Klein, aber oho: Viktoria Haas am Klavier. Nicolas Mair an der Violine. Fotos: LMS Reutte
© Musikschule Reutte

Von Helmut Mittermayr

Reutte, Erl –Schon bald eine Sonderstellung nimmt die Landesmusikschule Reutte/Außerfern in Tirol und Südtirol ein – sowohl was Quantität als auch Qualität betrifft. Das zeigen die aktuellen Ergebnisse des Landesbewerbes Prima la Musica, an dem alle Musikschulen aus Tirol und Südtirol teilgenommen haben. Der Bewerb in Erl war die vergangenen 14 Tage im Gang und endete gestern. Die Reuttener Musikschule gehört mit 1300 Schülern zwar zu den drei größten Tirols, die Jungmusiker und Jungmusikerinnen aus dem Außerfern brachten aber gleich mehr als doppelt so viele Teilnehmer als jede andere Musikschule in 50 Wertungen auf die Bühne in Erl. Das wirklich Außergewöhnliche: Alle 87 Angetretenen kamen in die Preisränge. Niemand musste ohne offizielle Lorbeeren den Heimweg antreten. Die Kids wurden mit Preisen überhäuft.

Musikschulleiter Tobias Lämmle ist sehr stolz – auf Schüler und Schülerinnen sowie das gesamte Lehrerkollegium. „Das ist alles keine Selbstverständlichkeit. Da stecken extremes Engagement sowie Können und pädagogische Fähigkeiten dahinter.“ Lämmle musste zum Beispiel in den Ferien immer wieder zur Schule kommen, um extra aufzusperren. „Die Jungmusiker und Lehrer waren alle freiwillig und unentgeltlich hereingekommen, um sich zusätzlich auf den Wettbewerb vorbereiten zu können“, zieht er den Hut vor so viel Einsatz und Hingabe.

Direktor Tobias Lämmle erkennt im Bewerb Prima la Musica eine ganz besondere Gelegenheit und Perspektive. „Die Entwicklung, die Schüler in diesen vier Vorbereitungsmonaten machen, ist enorm. Der Motivation­sschub ist unglaublich. Sie schwingen sich auf ein völlig neues Niveau auf und schaffen es, ihr Können auf den Punkt genau abzurufen. Vor einer Jury auf diesem Level zu bestehen, ist schon etwas ganz Besonderes.“ Wer sich über die Jahre immer wieder dieser Herausforderung stelle, stoße in eine andere Liga vor.

Gleich mehrere Jugendliche aus dem Außerfern haben in den letzten Tagen die internationale Jury in Erl jedenfalls so beeindruckt, dass sie zur Teilnahme am Bundeswettbewerb im Juni in Wien berechtigt sind. Die Detailergebnisse sind online unter www.tmsw.at zu finden. Sogar besser als mit einem 1. Preis bewertet wurden Hannah Wex, Maurice Walch, Sára Bubreg, Urban Ihrenberger, Nicolas Mair, Bence Bubreg, Kathrin Wankmiller, Márton Bubreg und Benedikt Reinstadler.

Eine Kostprobe ihres Könnens geben die jungen Talente heute Freitag, den 7. März, bei zwei Preisträgerkonzerten zum Besten. Die Bevölkerung ist herzlich in den Lina-Thyll-Saal der Musikschule bei freiem Eintritt eingeladen. Preisträgerkonzert I: Freitag, 16 Uhr, Altersklassen A, B und I. Preisträgerkonzert II: 18 Uhr, Altersklassen II, III und IV.


Kommentieren


Schlagworte