Fasten abseits des Essens

Innsbruck – Der Verzicht auf kulinarische Genüsse ist der wohl bekannteste und verbreitetste Fastenbrauch. Es geht aber auch anders, etwa da...

Innsbruck –Der Verzicht auf kulinarische Genüsse ist der wohl bekannteste und verbreitetste Fastenbrauch. Es geht aber auch anders, etwa das sogenannte „Autofasten“. Seit 2006 regen die Umweltbeauftragten der katholischen und evangelischen Kirche Österreichs an, vorhandene Alternativen (Zufußgehen, Fahrrad, Bahn, Bus, Fahrgemeinschaften) zum Auto neu zu entdecken und auszuprobieren.

„Die Verpestung der Umwelt, die Ausplünderung der Energiequellen ist das Werk von jedem und niemandem. Die ökologische Verantwortung ist Bestandteil unseres Glaubens“, sagt Bischof Manfred Scheuer. Auch Superintendent Olivier Dantine pflichtet dem Aufruf zur nicht-motorisierten Fortbewegung bei: „Für viele Menschen erscheint das Fahren mit dem eigenen Auto unverzichtbar, und jeder Versuch einer Begrenzung des Individualverkehrs wird als Infragestellung des eigenen Lebensentwurfes und damit als persönlicher Angriff verstanden. Beim Autofasten geht es aber nicht um eine moralische Verurteilung all derer, die ein Auto benötigen. Sehr wohl geht es aber um die Bewusstmachung der Grenzen und der Folgen des Autoverkehrs.“

Sowohl Scheuer als auch Dantine appellieren daher an die Bevölkerung, das Auto stehen zu lassen und so einen Beitrag für eine gesündere und umweltfreundlichere Mobilität zu leisten.

Passend dazu findet auch am 15. April (8.15–17.30 Uhr) eine vorösterliche Besinnungswanderung unter dem Motto „Heilsam in Bewegung kommen“ statt. Die Tour führt von St. Martin in Gnadenwald zum Innsbrucker Dom. Eine Anmeldung ist bis 8. April unter www.autofasten.at erforderlich. (TT)


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