Der Rotholzer Kaplan setzte bleibende Zeichen

Vor einem Jahr starb Monsignore Ludwig Penz im 100. Lebensjahr. Im Buch des Absolventenvereins wurde sein Wirken dokumentiert.

Von Walter Zwicknagl

Rotholz –Das Festprogramm für die Feier auf der Rottenburg zum 700. Todestag der heiligen Notburga hatte er noch auf seiner alten Schreibmaschine vorbereitet und sich auf die Uraufführung der Dienmut-Messe von Professor Wolfgang Schnirzer aus Strass gefreut. Gehört hat sie Kaplan Ludwig Penz, der mehr als sechs Jahrzehnte segensreich an der Landeslehranstalt Rotholz wirkte, aber nicht mehr. Wenige Wochen vor seinem 100. Geburtstag war er im Vorjahr am 11. März verstorben. Seine letzte Ruhestätte fand der Notburga-Verehrer neben dem Eingang der Wallfahrtskirche in Eben. Im Gedächtnis an den legendären Rotholzer Kaplan, der bescheiden lebte und für die Probleme der Zeit bis zuletzt aufgeschlossen war, wird am Sonntag um 19 Uhr der erste Jahrestags-Gottesdienst in der Rotholzer Schulkirche gefeiert. Dabei bringen die Kirchenchöre von Strass und Rotholz und der Chor TonArt die Dienmut-Messe zu Ehren der heiligen Notburga zur Aufführung. Zelebrant ist Pfarrer Hans-Peter Schiestl, der an der LLA Rotholz Religion unterrichtet. Einen weiteren Gedächtnis-Gottesdienst gibt es am 12. März um 15 Uhr in der Pfarrkirche St. Notburga in Eben.

Spuren hat Monsignore Penz viele hinterlassen. Es war der Bau der Rotholzer Schulkirche, an den er mit Vehemenz geschritten war. Ohne ihn gäbe es auf der Rottenburg keine Notburgakapelle. Auch der Bibelweg ist ein sichtbarer Ausdruck seiner Gläubigkeit. „Ohne den Kaplan gäbe es aber auch keine Notburgabrücke über den Inn“, sind sich die Bürgermeister der Region einig.

In einem Buch, das der Absolventenverein noch im Dezember auf den Markt brachte, ist auf 174 Seiten das Leben und Wirken des Priesters dokumentiert. „Beim Jahrestags-Gottesdienst kann es erworben werden“, berichten Obmann Alois Prosch und Geschäftsführer Peter Grünbichler, der monatelang am Werk „Auf Gott zugehen“ arbeitete und dort viele Leitartikel veröffentlichte. „Es sind kurze, aber prägnante Aussagen zu vielen Lebenssituationen“, unterstreicht Grünbichler.

Ein besonderes Anliegen war dem Rotholzer Kaplan immer der Sonntagsgottesdienst an der Schulkirche. „Unsere Gottesdienstgemeinschaft versucht eine sinnvolle Rolle im Seelsorgeraum zu spielen. An jedem Sonntag und gebotenen Feiertag soll es um 19 Uhr einen Abendgottesdienst geben“, betonen die Organisatoren. Erfreulich sei, dass fast alle, die schon zu Kaplans Zeiten in der Liturgie mitgearbeitet haben, noch immer dabei sind.


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