Rupprechter kündigt Plus bei Förderungen für Bio-Bauern an

Im Zuge der neuen EU-Agrarförderperiode bis 2020 komme es nicht zu Förderkürzungen, sagte der Landwirtschaftsminister. Bio-Bauern hatten am Donnerstag protestiert, weil sie Kürzungen von bis zu 30 Prozent befürchteten.

Wien - Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter (ÖVP) versucht, die heimischen Biobauern zu beruhigen. Im Zuge der neuen EU-Agrarförderperiode bis 2020 komme es nicht zu Förderkürzungen. „Unterm Strich wird jedenfalls ein Plus für den biologischen Landbau stehen“, betonte Rupprechter am Donnerstag in einer Aussendung.

Die Bio-Bauern von Bio Austria hatten heute vor dem Landwirtschaftsministerium protestiert, weil sie Förderkürzungen von bis zu 30 Prozent befürchten. „Es wird noch Nachschärfungen am Programmentwurf geben“, versicherte der Landwirtschaftsminister daraufhin. Es seien noch die finalen Verhandlungen über die Verteilung der Mittel für die Ländliche Entwicklung und die Prämienhöhe ausständig. „Deshalb können noch keine endgültigen Zahlen genannt werden.“ Außerdem soll die flächendeckende Anwendung des ÖPUL -Programmes für den Bio-Landbau gesichert werden.

Die Biobauern zeigten sich in einer ersten Reaktion mit den Aussagen von Rupprechter zufrieden. „Die heute erfolgte Klarstellung von Bundesminister Rupprechter, dass die ursprünglich diskutierten Kürzungen der Abgeltungen für die biologische Wirtschaftsweise vom Tisch sind, ist ein erster wichtiger Schritt, dem weitere folgen müssen“, wird Bio-Austria Obmann Rudi Vierbauch in der Aussendung des Landwirtschaftsministeriums zitiert. In den nächsten Tagen und Wochen müssten entsprechende Korrekturen am Agrar-Umweltprogramm ÖPUL erfolgen, um Klarheit für die Biobäuerinnen und Biobauern zu schaffen.

Rupprechter verwies erneut auf die zentrale Rolle der Biobauern „als Flaggschiff der österreichischen Landwirtschaft“. Ziel sei es, die biologische Bewirtschaftung trotz des „bereits beachtlichen Anteils“ - rund ein Fünftel der landwirtschaftlichen Flächen sind Bioflächen - und trotz der geringeren Budgetmittel für die Ländliche Entwicklung weiter auszubauen.

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Kritik am aktuellen Entwurf für das Programm der Ländlichen Entwicklung übte der Grüne-Landwirtschaftssprecher Wolfgang Pirklhuber. Der Vorschlag gehe „leider in die falsche Richtung“. Die Grünen fordern eine Flächenerhöhung beim Agrar-Umweltprogramm ÖPUL, insbesondere beim Biolandbau. Dafür müsste das Budget für die Maßnahme Biolandbau auf mindestens 150 Mio. Euro erhöht werden. (APA)


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