Zahl der Toten bei Protesten in Venezuela auf 20 gestiegen

Seit Anfang Februar gehen Gegner von Präsident Maduro nahezu täglich aus Protest gegen grassierende Kriminalität, korrupte Behörden und die Wirtschaftsmisere auf die Straße.

Caracas - In Venezuela sind am Donnerstag bei gewaltsamen Zusammenstößen zwischen Regierungsgegnern und der Polizei ein Polizist und ein Zivilist getötet worden. Die Generalstaatsanwältin Luisa Ortega Diaz sagte im Fernsehen, der Polizist sei von einem Schuss in die Brust getroffen worden. Auch ein möglicherweise unbeteiligter Mann auf einem Motorrad sei gestorben.

Nach Behördenangaben ereignete sich der Vorfall, als eine Gruppe von Motorradfahrern eine Barrikade im Osten der Hauptstadt Caracas durchbrechen wollte. Zeugen berichteten, Regierungsgegner hätten Schüsse abgefeuert. Parlamentspräsident Diosdado Cabello sagte, „Scharfschützen“ hätten vom Dach eines Gebäudes geschossen.

Seit Anfang Februar gehen Gegner des linksnationalistischen Präsidenten Nicolas Maduro nahezu täglich aus Protest gegen grassierende Kriminalität, korrupte Behörden und die Wirtschaftsmisere in ihrem Land auf die Straße. Die Zahl der dabei getöteten Menschen erhöhte sich nun auf insgesamt 20.

Maduro spricht von einer von den USA unterstützten „Verschwörung“ gegen seine Regierung. Am Donnerstag rief er zu einem Treffen der Staats- und Regierungschefs der Union Südamerikanischer Staaten (UNASUR) auf, bei dem über die „Angriffe, die Gewalt und die kleinen Gruppen“ gesprochen werden solle, die versuchten, die sozialen Errungenschaften in Venezuela zu unterminieren und einen politischen Wandel durchzusetzen. (APA/AFP)


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