Kosovo plant 5000 Mann starke eigene Armee

Die serbische Regierung bezeichnete die militärischen Pläne Kosovos als „inakzeptabel“.

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Pristina - Sechs Jahre nach seiner Abspaltung von Serbien plant das Kosovo den Aufbau einer eigenen Armee. Diese solle ab dem Jahr 2019 eine Stärke von 5000 Mann zuzüglich 3000 Reservisten haben und mit einem Jahresbudget von 65 Millionen Euro ausgestattet sein, hieß es in am Donnerstag veröffentlichten Unterlagen der Regierung in der Hauptstadt Pristina.

Ministerpräsident Hashim Thaci erklärte, die Streitkräfte sollten „die Unabhängigkeit, territoriale Einheit, die Bürger, den Besitz und die Interessen“ des Kosovos schützen.

Im Kosovo sorgen seit dem Ende des Kriegs der Jahre 1998 und 1999 internationale Soldaten für Sicherheit. In der KFOR-Mission sind derzeit auch knapp 700 Bundeswehrangehörige eingesetzt. Im Februar 2008 erklärte sich das Kosovo von Serbien unabhängig, Belgrad erkennt den Schritt bislang jedoch nicht an.

In der jüngeren Vergangenheit näherten sich beide Seiten zwar unter Vermittlung der EU-Außenbeauftragten Catherina Ashton an und schlossen ein Abkommen zur Normalisierung ihrer Beziehungen. Die serbische Regierung bezeichnete die militärischen Pläne Kosovos am Donnerstag jedoch als „inakzeptabel“. (APA/AFP)

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