Oscars verlangen von Kunstpreis OscART Namensänderung

Die Academy of Motion Picture Arts and Sciences droht der Wirtschaftskammer Wien mit einem Rechtsstreit.

Hollywood/Wien - Der vom Gremium „Der Kunsthandel“ der Wirtschaftskammer Wien seit 2002 vergebene Kunstpreis OscART wird seinen Namen ändern müssen. Die für die Vergabe der berühmtesten Filmpreise der Welt, der Oscars, verantwortliche Academy of Motion Picture Arts and Sciences, sieht durch die Namensähnlichkeit ihre Markenrechte verletzt.

Elf Mal ist der österreichische Kunstpreis OscART vergeben worden, ohne dass man in Hollywood auf ihn aufmerksam wurde. Die Schlagzeilen, die der Preis bei seiner letzten Verleihung im Oktober 2013 durch den bei der Gala angekündigten Rücktritt von Preisträger Tobias Natter als museologischer Direktor des Leopold Museums gemacht hat, riefen jedoch die Academy auf den Plan.

Ein Rechtsstreit werde wohl nicht zu gewinnen sein, erklärte Werner Rodlauer, Gremialobmannstellvertreter des Landesgremiums der Kammer, auf Anfrage der APA. Man habe den OscART bei seiner Gründung zwar als Marke eingetragen, doch die Rechtsprechung habe sich in den vergangenen Jahren geändert und gewähre nun der stärkeren und älteren Marke deutlich mehr Schutz als früher.

Bis zum Sommer will man in der Kammer das weitere Vorgehen entscheiden. Eine Neuaufstellung bzw. Nachjustierung des Ehrenpreises für besondere Verdienste um die Kunst, ihre Vermittlung und Vermarktung, der an Galeristen, Kunsthändler, Museumsdirektoren, Kunstsammler, Kunstjournalisten und Kunsthistoriker verliehen wurde, scheine nach elf Jahren ohnedies angeraten. Man werde sich genau überlegen, wie man den bisherigen Zweck des Preises künftig erreichen könne, so Rodlauer. An eine komplette Einstellung der Initiative sei jedoch nicht gedacht. (APA)

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