Alte Gebäude unter der Energie-Lupe

Von Denise Daum...

Von Denise Daum

Trins –In Sachen Energie hat sich das Land Tirol ein hohes Ziel gesteckt: Bis 2050 soll Tirol energieautark sein. Damit das gelingt, „müssen wir den Energieverbrauch so rasch als möglich reduzieren“, sagt Energielandesrat LHStv. Josef Geisler. Das größte Einsparpotenzial steckt laut Bruno Oberhuber von Energie Tirol im energieeffizienten Bauen und Sanieren. Um die Sanierungsquote vor allem von alten Gebäuden anzukurbeln, startete nun in der Gemeinde Trins das Pilotprojekt „Energie-Check für 30+ Gebäude“. Das 1300-Seelen-Dorf nennt Geisler eine „Vorzeigegemeinde, die bereits erfolgreiche Energieeffizienzmaßnahmen umgesetzt hat“.

Trins sei mit 160 Gebäuden, die mehr als 30 Jahre auf dem Buckel haben, prädestiniert für das Sanierungsprojekt, sagt Oberhuber. Alle Bewohner von 30+ Gebäuden habe man angeschrieben und sie nach ihren Wünschen und Plänen befragt, um das Sanierungspotenzial auszuloten. Von rund 70 bis 80 Prozent habe man eine Rückmeldung erhalten.

„Wir wollen vor allem die Nicht-Sanierer erreichen und erfahren, woran ein Sanierungsvorhaben scheitert. Außerdem klären wir über Förderungen auf und bieten aktiv Unterstützung bei Sanierungsvorhaben an.“ Oberhuber ortet beim Thema Sanierung viel Unsicherheit, auch hinsichtlich der Finanzierung. „Deshalb ist es wichtig, dass wir die Hausbesitzer aufklären und aufzeigen, dass sich eine Sanierung langfristig auch finanziell rechnet“, ergänzt LHStv. Geisler.

Das Motto des Trinser Bürgermeisters Alois Mair ist „Energie, die man nicht verbraucht, ist die billigste“, weshalb er voll und ganz hinter dem Projekt steht. „Bei uns herrschte ein richtiger Bauboom in den 50er- und 60er-Jahren. Damals haben die Leute viel in Eigenregie gemacht – Energieeffizienz war da noch kein großes Thema“, weiß Mair.

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