Pettneuer Unterschriftenliste ging auf Herbergsuche

Die Unterschriftenliste gegen die Skiverbindung St. Anton–Kappl darf nicht mehr im Geschäft aufliegen. Sie übersiedelte an eine Stadelwand.

Von Matthias Reichle

Pettneu –„Die Liste wurde konfisziert“, stellten die Gegner des Skigebietszusammenschlusses St. Anton–Kappl vorgestern einigermaßen irritiert fest. Ihre Unterschriftenaktion, die im Pettneuer Mini-M aufgelegen hatte, war plötzlich verschwunden. Eine knappe Woche hatte man dort die Möglichkeit, die Initiative zu unterstützen.

Die Gruppe spricht sich für eine intakte Natur im Malfon aus – die TT hat berichtet. Im Pettneuer Hochtal soll der Zusammenschluss zwischen den Skigebieten Rendl und Dias-Alpe erfolgen. Die Standortbürgermeister, aber auch der Pettneuer Dorfchef stehen fest hinter dem Projekt.

Die Aktion dürfte nun für einigen Wirbel gesorgt haben, berichtet eine der Initiatorinnen, Stephanie Seifert. Die alte Unterschriftenliste wurde vom Geschäft abgenommen. Die Widerstandsgruppe hat eine neue schräg gegenüber des Lebensmittelhändlers angebracht.

Die Gruppe benötigt nämlich 200 Unterschriften von Wahlberechtigten der betroffenen Standort- und Anrainergemeinden, um als Bürgerinitiative beim Genehmigungsverfahren Parteistellung zu bekommen. Man hoffe nun, dass der frei zugängliche Anschlag nicht entwendet wird.

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Die Liste aufzuhängen, war ein Entgegenkommen der MPreis-Mitarbeiter, betont Unternehmenssprecherin Ingrid Heinz. „Wir sind keine Plattform für Initiativen. Wir machen so etwas grundsätzlich nicht“, betonte sie. „Die Initiatorin hat sich inzwischen auch für den Wirbel entschuldigt“, so Heinz. Die Aktion sei nicht mit der Zentrale abgestimmt gewesen – sonst hätte man das bereits im Vorfeld abgelehnt.

Gute Nachrichten konnte sie auch über den Verbleib der Liste geben. Nachdem die Unterschriften zunächst im „Übereifer, aber nicht mutwillig“ vernichtet worden waren, konnten sie die Mitarbeiter aus dem Müll retten. Die Initiative bekomme sie zurück, versprach Heinz.


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