Ausländerzahl in Deutschland steigt 2013 auf Rekordniveau

7,6 Millionen Menschen mit ausländischem Pass leben in Deutschland. Dies sei der höchste Stand seit Beginn des Ausländerzentralregisters 1967.

Wiesbaden - Die Zahl der Ausländer in Deutschland ist 2013 auf ein Rekordhoch gestiegen. Zum Jahresende seien mehr als 7,6 Millionen Menschen mit ausschließlich ausländischer Staatsangehörigkeit erfasst gewesen, teilte das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mit. Dies sei der höchste Stand seit Beginn des Ausländerzentralregisters 1967.

Mit einem Plus von 5,8 Prozent zum Vorjahr wuchs die Zahl der Ausländer zudem so stark wie seit über zehn Jahren nicht mehr.

Die meisten der neu registrierten Ausländer kommen demnach aus Europa: Dreiviertel der Migranten stammten aus Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU). Die 2004 beigetretenen Länder machten dabei den größten Anteil aus, wobei polnische Staatsbürger mit einem Zuwachs von 77.480 Menschen diese Gruppe anführten. Prozentual am stärksten angestiegen ist die Zahl der Ungarn mit einem Plus von 26,3 Prozent. In der Gruppe der neuesten EU-Mitgliedsländer verzeichnen Rumänien und Bulgarien mit 30,4 und 23,6 Prozent den größten Zuwachs zu 2012.

Aus den von der Euro-Schuldenkrise betroffenen Ländern Spanien, Portugal, Griechenland und Italien sind im vergangenen Jahr relativ wenige Menschen nach Deutschland gekommen, wie die Behörde weiter mitteilte. Der Anteil türkischstämmiger Staatsbürger ging als einziger leicht zurück. Gleichzeitig verzeichnete die Zahl der Syrer in Deutschland wegen des anhaltenden Bürgerkriegs mit einem Zuwachs von über 40 Prozent ein Rekordhoch. (APA/Reuters)


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