Riad erklärt Muslimbrüder zu Terroristen: Frist für „Jihadisten“

Bei einer Rückkehr nach Saudi-Arabien innerhalb von 15 Tagen blieben die Kämpfer straffrei.

Symbolfoto.
© AP

Riad – Saudi-Arabien hat die Muslimbruderschaft und die libanesische Hisbollah-Bewegung als Terrororganisationen eingestuft. Das Innenministerium teilte am Freitag mit, ab sofort sei es im Königreich verboten, Symbole dieser Organisationen zu zeigen oder ihre Slogans zu verbreiten. Das Gleiche gelte für das Terrornetzwerk Al-Kaida und dessen Ableger.

Zu Al Kaida-Ablegern zählen etwa die in Syrien operierende Al-Nusra-Front oder die Gruppe Islamischer Staat im Irak und in Syrien (ISIS). Die schiitische Hisbollah wird vom Iran finanziert. Die Muslimbruderschaft wurde 1928 in Ägypten gegründet und hat heute Ableger in vielen islamischen Staaten.

Das Ministerium erklärte außerdem, Saudis, die sich im Ausland einer dieser Terrorgruppen angeschlossen hätten, würden straffrei bleiben, wenn sie binnen 15 Tagen in ihre Heimat zurückkehrten. König Abdullah hatte Anfang Februar ein Dekret erlassen, das Haftstrafen zwischen drei und 20 Jahren für jeden vorsieht, der auf eigene Faust im Ausland kämpft. (APA/dpa)

TT-ePaper gratis testen und 2 VIP-Tickets für das Electric Love Festival gewinnen

Electric Love Festival

Kommentieren


Schlagworte