Im Schatten der Ukraine-Krise: Paralympics in Sotschi eröffnet

Bis 16. März fallen bei den Winterspielen der Behindertensportler 72 Medaillenentscheidungen.

Sotschi - In Sotschi haben am Freitag die 11. Winter-Paralympics begonnen. Russlands Präsident Wladimir Putin sprach im Stadion Fischt um 21.37 Uhr Ortszeit die Eröffnungsformel. Bis 16. März finden bei den Weltspielen der Behinderten in der Schwarzmeerstadt und in Krasnaja Poljana 72 Bewerbe in fünf Sportarten statt.

An der vom politischen Konflikt zwischen Russland und der Ukraine überschatteten Groß-Veranstaltung nehmen 547 Sportler aus 45 Nationen teil. Wenige Stunden vor der Eröffnung hatte die Mannschaft der Ukraine auf einen möglichen Boykott verzichtet. Begleitet von ermunterndem Applaus zog allerdings nur Fahnenträger Michailo Tkatschenko ins Stadion ein.

Philipp Bonadimann als Fahnenträger Österreichs

Die österreichische Delegation, der insgesamt 13 Aktive angehören, wurde von Fahnenträger Philipp Bonadimann angeführt. Der 33-jährige Vorarlberger, der seit einem Motorrad-Unfall 1998 querschnittgelähmt ist, hat bei den Paralympics in Vancouver zwei Bronzemedaillen in Slalom und Super-Kombination gewonnen.

Vor den Augen von Putin, dem deutschen IOC-Präsidenten Thomas Bach und Philip Craven, dem Präsidenten des Internationalen Paralympischen Komitees (IPC), wurden bei einer farbenprächtigen Show alle Teams mit Beifall empfangen. (APA/dpa)


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