Altach baut trotz Remis gegen Vienna Tabellenführung aus

Weil der Zweitplatzierte Kapfenberg daheim gegen Mattersburg verlor, liegt Altach nun mit neun Punkten Vorsprung an der Spitze.

Altach - Altach ist am Freitag in der Fußball-Erste-Liga etwas ins Straucheln gekommen, trotzdem baute der Tabellenführer seinen Punktevorsprung auf den Zweitplatzierten Kapfenberg aus. Für Altach reichte es in der 21. Runde gegen Schlusslicht Vienna in der Cashpoint-Arena nur für ein 2:2, im Abendspiel verlor aber Kapfenberg daheim gegen Mattersburg mit 0:2.

Zum neuen Zweiten stieg Austria Lustenau dank eines 4:2-Auswärtssiegs in Pasching gegen Liefering auf. Den Vorarlbergern fehlen neun Punkte auf die Tabellenspitze. Hartberg feierte im Abstiegskampf einen wichtigen 2:0-Sieg in Horn, das Duell Parndorf gegen St. Pölten endete torlos.

Altach tat sich gegen die Wiener von Beginn an schwer, fand kaum Mittel, um gefährlich zu werden. Die Wiener hielten gut dagegen und gingen nicht unverdient in Führung - auf kuriose Art und Weise. Ein Flankenversuch von Kevin Krisch ging aufs Tor und überraschte Altach-Goalie Martin Kobras, der den Ball nur mehr ins eigene Netz abwehren konnte. Die Hausherren hatten Pech, dass gleich bei drei elferreifen Aktionen (33., 37., 45.) die Pfeife von Schiedsrichter Sebastian Gishamer stumm blieb.

Mit Fortdauer der zweiten Hälfte nahm das Spiel richtig an Fahrt auf. Vienna-Goalie Thomas Mandl foulte Daniel Luxbacher im Strafraum, konnte den schwach geschossenen Elfmeter von Boris Prokopic aber parieren (65.). Zwei Minuten später gelang „Joker“ Ismael Tajouri trotzdem der Ausgleich. Postwendend brachte Alexander Fröschl die ambitionierten Gäste aber wieder voran (69.). Dank Tor Nummer zwei von Tajouri (78.) durften sich die Altacher noch über einen Punktgewinn freuen. Die nun seit sieben Spielen sieglosen Wiener rückten damit am Tabellenende bis auf zwei Punkte an den Vorletzten Horn heran.

Die Niederösterreicher kassierten eine etwas unglückliche Niederlage. Hartberg-Goalie Jürgen Rindler konnte gleich zu Beginn einen Djordjevic-Kopfball von der Linie kratzen (1.). In Minute 28 wurde der Horn-Kapitän wegen eines Fouls ausgeschlossen. Trotzdem waren die Horner ebenbürtig, gerieten allerdings durch einen Konter, den Christoph Kröpfl abschloss (52.), in Rückstand. Trainer Willi Schuldes musste daraufhin wegen Kritik auf die Tribüne. Günter Friesenbichler machte mit dem 2:0 (79.) alles klar, er profitierte dabei aber von einem Patzer von Goalie Philip Petermann. Für die Hartberger war es der erste Auswärtssieg seit dem 4. Oktober 2013, damals ebenfalls in Horn (2:1). Die Waldviertler warten nun schon seit sieben Heimpartien auf einen vollen Erfolg.

Kein echtes Erfolgserlebnis gab es auch für den zweiten Niederösterreich-Club, St. Pölten. Das 0:0 in Parndorf war für den Vierten zu wenig, um Boden auf die vorderen Clubs gut zu machen. Die Punkteteilung war ziemlich leistungsgerecht, St. Pöltens Michael Ambichl sah in Minute 83 wegen einer Schwalbe die Ampelkarte. Für beide Mannschaften setzten sich damit auch Positivserien fort, die St. Pöltner sind sieben Runden ungeschlagen, die Parndorfer haben zu Hause sieben Spiele nicht mehr verloren.

Die torreichste Partie ging vor schütterer Kulisse in Pasching über die Bühne. Die Lustenauer Austria war vor allem vor der Pause Meister der Effizienz, behielt gegen Liefering mit 4:2 (3:0) die Oberhand und war damit nach zuletzt acht vergeblichen Versuchen wieder einmal in der Fremde siegreich. Matchwinner war Christoph Kobleder mit einem Triplepack (7., 25., 85.), er schied in der Schlussphase mit einer Platzwunde aus. Den vierten Treffer steuerte Dario Tadic (3.) bei. Für die Lieferinger, bei denen der 17-jährige Däne Asger Sörensen debütierte, waren Tore von Nils Quaschner (69.) und Stefan Savic (73.) zu wenig. Lieferings Michael Brandner hatte in Minute 43 wegen Torraubs Rot gesehen.

Für die Salzburger setzte sich ihre Heimmisere damit auch im Ausweichstadion fort, sie warten jetzt schon fünf Partien auf einen vollen Erfolg. Auch die kommenden zwei Heimpartien gegen Parndorf (Dienstag) und Horn (21. März) werden noch im Waldstadion ausgetragen, um den Rasen in der Red-Bull-Arena für die Auftritte von Bundesliga-Leader Salzburg in Meisterschaft und Europa League zu schonen.

Kapfenberg fiel aufgrund des schlechteren Torverhältnisses auch hinter die punktgleiche Austria Lustenau auf Rang drei zurück. Die Steirer blieben vor allem vor der Pause vieles schuldig, waren da im Franz-Fekete-Stadion in allen Belangen unterlegen. Für die Burgenländer wäre mehr als ein Abstaubertor von Ivica Majstorovic (25.) möglich gewesen. Nach Seitenwechsel kam die ersatzgeschwächte Truppe von Coach Kurt Russ besser ins Spiel, Markus Felfernig ließ allerdings zwei gute Chancen aus (53., 56.).

Ausgerechnet in der besten Phase der Hausherren machten die Mattersburger den Sack zu. Majstorovic zog aus mehr als 20 Metern ab, traf genau ins Kreuzeck (63.) und avancierte damit endgültig zum Matchwinner. Die Mattersburger spielten zum ersten Mal nach zehn Partien mit Gegentoren wieder einmal zu Null, sind damit nach dem 2:2 zum Frühjahrsauftakt gegen Horn unter Coach Ivica Vastic weiter unbesiegt und bauten den Vorsprung auf das Tabellenende auf sieben Punkte aus. Die auch schon in Altach 0:2 unterlegenen Kapfenberger müssen weiter auf ihre ersten Punkte im Jahr 2014 warten.

(APA)


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