Problem an den Tragflächen: Haarrisse bei 40 Boeing-Dreamlinern

Mögliche Haarrisse in den Tragflächen zwingen Boeing dazu, seine „Dreamliner“ zu untersuchen. Doch es sind keine Maschinen betroffen, die bereits fliegen, sondern nur die aktuelle Produktion.

New York - Bei Boeings pannengeplagtem Langstreckenflieger 787 „Dreamliner“ hat sich ein neues Problem aufgetan: Bei etwa 40 noch in der Produktion befindlichen Maschinen besteht die Gefahr von Haarrissen in den Tragflächen. Bereits ausgelieferte Maschinen seien nicht betroffen, erklärte ein Firmensprecher am Freitag. Hintergrund sei ein neues Fertigungsverfahren des Zulieferers Mitsubishi Heavy Industries. Die Aktie fiel nachbörslich nur leicht.

Der japanische Zulieferer Mitsubishi Heavy Industries hatte Boeing demnach informiert, dass eine Änderung im Produktionsverfahren zu den Rissen führen kann. Boeing untersucht nun jedes möglicherweise in Mitleidenschaft gezogene Flugzeug und repariert es nötigenfalls. „Es wird zwischen einer und zwei Wochen dauern, das Problem zu beheben“, erklärte der Sprecher in einer E-Mail. Keines der betroffenen Flugzeuge sei im Flugdienst. Zwar könne sich die Auslieferung der im Bau befindlichen Dreamliner verzögern, insgesamt werde man in diesem Jahr wohl wie geplant 110 Maschinen dieses Typs an die Kunden übergeben. Die Schwierigkeiten wirkten sich auf die Aktien des US-Konzerns aus - die Wertpapiere verloren im nachbörslichen Handel etwa ein Prozent.

Die 787 war wiederholt in den Schlagzeilen. So musste Anfang 2013 die gesamte Flotte monatelang am Boden bleiben, nachdem es Probleme bei den Batteriezellen des „Dreamliners“ gegeben und eine Batterie sogar Feuer gefangen hatte. Zwischenzeitlich hatte es deswegen sogar ein Flugverbot für das Modell gegeben.

Der „Dreamliner“ ist trotz aller Probleme bei den Fluggesellschaften beliebt, weil er wenig Sprit verbraucht und weite Strecken fliegen kann. Das Konkurrenzmodell Airbus A350 erscheint erst 2015. (APA/Reuters/dpa)

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