Einst ÖH-Chefs in Tirol, jetzt Kontrahenten

Von Gabriele Starck...

Von Gabriele Starck

Innsbruck –Wenn im Herbst in Vorarlberg gewählt wird, stehen sich zwei ehemalige ÖH-Vorsitzende der Uni Innsbruck als Kontrahenten gegenüber: der amtierende Landeshauptmann Markus Wallner und Landsmann Matthias Strolz, der seine NEOS in den Landtag des westlichsten Bundeslandes bringen will.

Beide standen als Chefs der VP-nahen Aktionsgemeinschaft an der Spitze der Studierendenvertretung in Innsbruck. Wallner von 1988 bis 1990, Strolz sechs Jahre später, von 1996 bis 1998. Für den derzeitigen ÖH-Vorsitzenden Florian Heiß, der beide persönlich kennt und schätzt, nur ein Zeichen der Vielfalt, die „innerhalb der AG möglich“ sei.

Aber auch die einstigen politischen Konkurrenten von Wallner und Strolz innerhalb der Hochschülerschaft erinnern sich an die beiden. Uwe Steger etwa, jetzt Leiter der Öffentlichkeitsarbeit an der Universität Innsbruck, attestiert Wallner, dass dieser als ÖH-Chef „trotz aller inhaltlichen Kontroversen“ ein „sehr korrekter und angenehmer“ Kollege gewesen sei. „Er war immer sehr ruhig, überlegt und pragmatisch“, sagt Steger.

Ebenfalls in positiver Erinnerung, wenn auch ganz anders in der Beschreibung, blieb Strolz bei seinen damaligen ÖH-Konkurrenten: Er habe immer schon wie aufgezogen gewirkt und habe die Leute mitreißen können. Bei aller inhaltlicher Diskrepanzen sei Strolz aber immer fair geblieben.

Spannend wird die Wahlauseinandersetzung zwischen den beiden auf jeden Fall. Derweil will sich Landeshauptmann Wallner aber noch nicht auf eine Diskussion über seinen Nachfolger an der ÖH-Spitze einlassen.


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