Gewalt auf der Straße

Venezolaner demonstrierten weiter gegen die Versorgungsengpässe

Die Venezolaner demonstrieren gegen die Versorgungsengpässe.
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In Caracas schlugen die Demonstranten am Samstag auf Kochtöpfe, um den Mangel an Grundnahrungsmitteln wie Brot, Milch, Butter und Zucker anzuprangern.

Caracas – Bei einer erneuten Demonstration gegen die venezolanische Staatsführung haben Tausende Menschen erneut ihren Unmut über chronische Lebensmittelengpässe ausgedrückt. In Caracas schlugen die Demonstranten am Samstag auf Kochtöpfe, um den Mangel an Grundnahrungsmitteln wie Brot, Milch, Butter und Zucker anzuprangern. Auch tägliche Güter wie Toilettenpapier fehlen oft in den Supermarktregalen.

Oppositionsführer Henrique Capriles schloss sich dem Demonstrationszug gegen den linksnationalistischen Präsidenten Nicolas Maduro an, der vor dem Agrarministerium hätte enden sollen. Bewaffnete Motorradfahrer, hinter denen die Opposition regierungstreue Einheiten vermutet, versperrten ihnen jedoch den Weg.

Seit Februar tägliche Proteste

Auch in anderen Städten Venezuelas kam es zu Protestkundgebungen gegen Maduros Regierung. Das Staatsfernsehen sendete keine Bilder davon und ließ stattdessen den Präsidenten zu Wort kommen, der seine Gegner einmal mehr zu Schlichtungsgesprächen einlud. Ähnliche Angebote hatten diese zuvor aber schon zwei Mal ausgeschlagen.

Seit Anfang Februar gehen Gegner des sozialistischen Staatschefs nahezu täglich aus Protest gegen grassierende Kriminalität, korrupte Behörden und die Wirtschaftsmisere in ihrem Land auf die Straße. Die Zahl der bei gewaltsamen Zusammenstößen getöteten Menschen wird mit mindestens 20 angegeben, Hunderte erlitten Verletzungen. Maduro macht eine von den USA unterstützte „Verschwörung“ gegen seine Regierung für das Aufbegehren verantwortlich. (APA/AFP)

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