Geisler verknüpft Sperre am Arlberg mit Lech-Warth

Landeshauptmannstellvertreter Josef Geisler kam zum Lokalaugenschein nach Steeg. Die Vorarlberger Wintersperre will er nicht gut sein lassen.

Die Straße ins Glück bleibt weiter geschlossen. Zum Ärger vieler Lechtaler.
© ZOOM-TIROL

Von Helmut Mittermayr

Steeg, Warth, Lech –Die Wetterlage der letzten Monate spielt der Vorarlberger Seite nicht gerade in die Hände. Die Landesregierung in Bregenz hat eine Wintersperre auf der Verbindung Lech-Warth ausgesprochen. Der Winter blieb aus, die Straße trotzdem zu. Von 19. Dezember bis 30. April ist die Verbindung unterbrochen, egal, ob eine Gefahr droht oder nicht. Eine in Vorarlberg verabschiedete Gesetzesänderung legitimiert diese Vorgangsweise nun auch noch. Straßen können jetzt im Ländle gesperrt werden, auch wenn keine direkte Gefährdung etwa durch Lawinen vorliegt, ließ Tirols Landeshauptmannstellvertreter Josef Geisler in Steeg wissen. Er war zum Bürgermeister Günther Walch gekommen, um sich ein Bild zu machen. Walch ist seit Monaten oberster Mahner, der eine Öffnung der Verbindung zwischen Warth und Lech fordert. Das obere Lechtal sei im Winter komplett abgeschnitten.

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Auch LHStv. Geisler will die Situation keineswegs hinnehmen. „Heuer werden wir nicht mehr viel tun können, aber für nächstes Jahr möchte ich einen Verhandlungserfolg sehen. Hier ist gewiss nichts gottgewollt.“ Der VP-Politiker möchte gleich wie Bürgermeister Walch erreichen, dass einfach der Modus vivendi der letzten Jahre beibehalten wird. „Die Straße soll einfach so lange offen bleiben, wie es die Sicherheit zulässt. Eine Art eingeschränkte Straßensperre. Damit könnten alle leben. Mehr wollen wir gar nicht“, lässt Geisler wissen.

Der Straßenreferent erinnert daran, dass das Land Tirol sogar mitgezahlt habe, um den Auenfeldjet, die neue Skiverbindung zwischen Lech und Warth, zu ermöglichen. Die Vorarlberger Vorgehensweise entspreche nun nicht der jahrelang geübten guten Nachbarschaft. „Gleiches mit Gleichem vergelten werden wir nicht. Wir versuchen, den Wünschen der Vorarlberger Wirtschaft in Sachen Ziel- und Quellverkehr bei der anstehenden Sperre des Arlbergtunnels so weit wie möglich entgegenzukommen. Zu unserem gemeinsamen Wirtschaftsraum zählt aber auch das Lechtal. Das sollten die Vorarlberger nicht vergessen“, schließt Geisler.

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