Bitter! Wacker fängt gegen Rapid kurz vor Schluss den Ausgleich

Die Innsbrucker kassieren beim 1:1 gegen die Hütteldorfer den Ausgleich in der vorletzten Minute.

Innsbruck – Der FC Wacker Innsbruck muss weiter auf den ersten Sieg in diesem Frühjahr warten. Die Tiroler erreichten im heimischen Tivoli gegen Rapid ein 1:1 (0:1). Lukas Hinterseer brachte die Schwarz-Grünen in Minute 18 in Führung, in der 88. Minute traf Joker Deni Alar für die Hütteldorfer zum Ausgleich. Zehn Runden vor Ende der Bundesligasaison liegen die Innsbrucker nun sieben Zähler hinter der neuntplatzierten Admira. Rapid verabsäumte es, mit der am Samstag erfolgreichen Austria gleichzuziehen und ist einen Punkt vor Ried Vierter.

Hinterseer mit elftem Saisontor

Wenig Überraschendes gab es bei den Tirolern. Die etatmäßigen Innenverteidiger Djokic und Vuvur kehrten zurück, Nitzlnader musste in seiner dritten Bundesligapartie auf der linken Defensivseite für den erkrankten Hauser einspringen. Rapid agierte im Vergleich zum 3:6 in Salzburg nur in der Innenverteidigung verändert, dort spielte Behrendt für den verletzten Dibon. Trimmel lief wegen seines Nasenbeinbruchs als „Maskenmann“ auf.

Rapid dominierte mit einem Ballbesitz von 73 Prozent, gegen die tief stehenden Hausherren fehlte aber die Leidenschaft und die Kreativität, um für echte Gefahr zu sorgen. Ein harmloser Sabitzer-Schuss aus 20 Metern (9.) und einige ungefährliche Standards blieben die gesamte Ausbeute vor dem Seitenwechsel.

Safar mit starken Paraden

Wacker hingegen glänzte mit Effizienz: Die einzige Chance vor der Pause verwertete Hinterseer nach präziser Flanke Ji-Paranas aus Kurzdistanz von der zweiten Stange (19.) und sorgte so mit seinem ersten Treffer seit 4. Dezember des Vorjahres für eine nicht unverdiente Pausenführung der kompromisslosen Gastgeber.

Nach Wiederbeginn nahm das Spiel Fahrt auf. Erst prüfte Wallner Novota (48.), in der Folge stand hingegen Innsbruck-Goalie Safar mehrmals im Mittelpunkt. So rettete er gegen Sabitzer (49.) und Wydra (56.) und musste mehrmals bei gefährlichen Hereingaben - die in der ersten Hälfte völlig gefehlt hatten - eingreifen. Nach gut einer Stunde zischte ein Boyd-Kopfball nur hauchdünn am linken Pfosten vorbei (58.), Petsos hämmerte das Leder aus 18 Metern knapp über das Tor (60.).

tipp3-Bundesliga (26. Runde):

FC Wacker Innsbruck - SK Rapid Wien 1:1 (1:0).

Innsbruck, Tivoli Stadion Tirol, 6.213, SR Schörgenhofer.

Tore: 1:0 (18.) Hinterseer, 1:1 (88.) Alar

Innsbruck: Safar - Bergmann, Djokic, Vucur, Nitzlnader - Kofler (46. Wallner), Ji-Parana - Schütz, Milosevic (79. Siller), Hinterseer - Edomwonyi (55. Gründler)

Rapid: Novota - Trimmel, Sonnleitner, Behrendt, Schrammel - Wydra, Petsos (87. Grozurek) - Schaub (81. Alar), Hofmann (68. Burgstaller), Sabitzer - Boyd

Gelbe Karten: Schütz, Vucur, Djokic, Ji-Parana bzw. Sonnleitner

Nach einer kurzen Entlastungsphase für die Tiroler hatte Rapid neuerlich Chancen fast im Minutentakt - Innsbruck hatte sich längst mit einer Abwehrschlacht abgefunden. Wieder musste Safar erst gegen den eingewechselte Burgstaller (68.) und wenig später bei einer „Hundertprozentigen“ gegen Boyd (71.) sein gesamtes Können aufbieten. Bereits in der Rapid-Viertelstunde stand Wacker auch Fortuna bei, als Schaub im Strafraum zu spät auf Burgstaller ablegte, der aus wenigen Metern wohl blind getroffen hätte, so aber geblockt wurde (81.).

Fast schon schien Rapid endgültig am Boden, als Wallner in der 86. Minute bereits vor den Fans zum Torjubel antrat. Doch der Kontertreffer wurde wegen Abseits‘ zurecht aberkannt - und Grün-Weiß nützte seine „letzte Chance“: Alar, im Finish eingewechselt, traf nach schöner Vorbereitung Sabitzers zum Ausgleich. Rapids Punkt wankte noch einmal - Novota hielt gegen Hinterseer in der Schlussminute aber das 1:1 fest. (tt.com/APA)

Meinungen zum Spiel:

Michael Streiter (Innsbruck-Trainer): „Es war ein gerechtes Remis, das aber sehr bitter ist. Wir müssen mit unseren Mitteln fighten, das hätte fast gereicht. In der zweiten Hälfte war niemand mehr da, der Ruhe hineinbringen konnte. Wir wollten mit zwei Stürmern das richtige Zeichen setzen. Leider hat es wieder nicht ganz gereicht. Ich glaube aber absolut noch an die Mannschaft.“

Zoran Barisic (Rapid-Trainer): „In der ersten Hälfte sind wir nicht gut in die Gänge gekommen, das darf so nicht passieren. In der Folge hat sich die Mannschaft aber sehr bemüht. Mit dem Resultat sind wir natürlich nicht so zufrieden, die Leistung war aber nicht so schlecht. Es war nur in der zweiten Hälfte so wie in Salzburg. Schade, dass wir nicht von Beginn an so gespielt haben.“


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