48.000 Euro für Seefelder WM-Träume
Innsbruck soll Seefeld bei der WM-Bewerbung unter die Arme greifen. Zumindest der Finanzausschuss genehmigte vorerst die Subvention.
Von Manfred Mitterwachauer
Innsbruck, Seefeld –Im Jahre 2019 soll in Seefeld wieder um Gold, Silber und Bronze gekämpft werden. An der Spitze Bürgermeister Werner Frießer und mit ihm der örtliche Tourismusverband und natürlich auch der Österreichische Skiverband (ÖSV) – sie alle wollen die nordische Ski-WM in die Olympiaregion holen. Die Entscheidung fällt bereits am 5. Juni in Barcelona. Die Konkurrenten: Oberstdorf (GER), Planica (SLO) und Almaty (KAZ).
240.000 Euro musste Seefeld für die alleinige Bewerbung springen lassen. Noch im Dezember 2013 sagte Frießer gegenüber der TT, dass dieses Geld „ohne Probleme zur Verfügung steht“. Von einer finanziellen Beteiligung Innsbrucks war da noch keine Rede. Vielmehr präsentierten Frießer und Co. kurz danach dem Stadtsenat das WM-Konzept. Es heißt, dass bereits dort den Seefeldern am Rande eine finanzielle Hilfe in Aussicht gestellt worden sein soll. Eine, die dem städtischen Finanzausschuss am Dienstag in Form eines Subventionsansuchens auch tatsächlich vorlag – und einstimmig beschlossen wurde. Es sind 48.000 Euro, mit denen sich die Stadt nunmehr an den Seefelder Bewerbungskosten beteiligen wird – das Ja des Gemeinderates ist noch ausständig, dürfte aber nur noch Formalcharakter haben.
Frießer sieht das Subventionsansuchen auf Anfrage der TT pragmatisch. Schließlich habe Seefeld Innsbruck auch bei den Jugendspielen (450.000 €) sowie der Universiade (250.000 €) geholfen. Und bei der nordischen WM würden „auch Bewerbe am Bergisel stattfinden“. Die Rede ist hier von den Sprungbewerben auf der Großschanze. Wenngleich der Bergisel – im Falle des Zuschlags – hierfür noch mit einer Flutlichtanlage aufgerüstet werden müsste. Das sei Vorgabe der FIS, so Frießer. Ob auch die Stadt hierfür mitzahlen müsse? Darüber sei noch zu diskutieren, sagt Frießer. Zuerst gelte es einmal, die WM zu bekommen.