Tiroler haben wenig Krankenstände

Heute ist Weltgesundheitstag. Was die Krankenstände angeht, liege Tirol nach Salzburg und Vorarlberg österreichweit an dritter Stelle, freut...

Heute ist Weltgesundheitstag. Was die Krankenstände angeht, liege Tirol nach Salzburg und Vorarlberg österreichweit an dritter Stelle, freut sich Gesundheitslandesrat Bernhard Tilg (ÖVP). Durchschnittlich sind die unselbstständig Erwerbstätigen in Österreich 12,8 Tage krank. Das entspricht einer Quote von 3,5 Prozent. Tirol liegt bei 3,2 Prozent. Das Land will mit gutem Beispiel vorangehen. „Professionelles Gesundheitsmanagement verstehen wir als Zeichen der Wertschätzung gegenüber den Mitarbeitern“, sagt Tilg. Wie in den Jahren zuvor sei auch heuer im Landhaus eine eintägige Gesundheitsstraße mit Vorträgen und Beratungsständen aufgebaut worden.

Nicht von langer Dauer war das österreichweite Mammographie-Programm. Per Brief wurden Frauen aufgefordert, zur Brustkrebs-Voruntersuchung zu gehen. Das formlose Kuvert mit der Einladung zum Screening hat offenbar zu wenig Frauen angesprochen. Laut Teletext wird das Mammographie-Programm bereits drei Monate nach seiner Einführung wieder geändert. In Tirol sollen Frauen, wie früher, ohne Beschwerden und Einladung zur Mammographie gehen können.

Und noch einmal Gesundheit: Die FPÖ appelliert an alle Tiroler, sich von der elektronischen Gesundheitsakte ELGA abzumelden. „Nach den aufgeflogenen Datenskandalen ist es grob fahrlässig, die Daten der Patienten auf dem Tablett zu servieren“, sagt FP-Gesundheitssprecher und Landtagsabgeordneter Edi Rieger. Der Chef des Hauptverbandes, Hans Jörg Schelling, hatte in der TT die Werbetrommel für ELGA gerührt. „Wir fordern jedenfalls, dass die Abmeldeformalität deutlich erleichtert wird und sich jeder Versicherte bei jeder Krankenkassenniederlassung unbürokratisch abmelden kann“, sagt Rieger. Die ELGA hält er für ein „Millionengrab in dreistelliger Höhe“ und „einen gigantischen Flop“.

Große Sorgen hat Riegers Landtagskollegin Hildegard Schwaiger. „Unser Volk stirbt bald aus, wenn sich die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen für Familien nicht bald ändern“, glaubt die FP-Frauensprecherin. Die Gefahren erkennt sie in der „Homo-Adoption“ und in der Abtreibung. (aheu)

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