Skiwiese in Itter bringt die Köpfe zum Rauchen

Ein Grundstück des Bürgermeisters ist möglicher Standort für die Skiwiese. Doch er will den Übungshang weiter im Ort haben.

Von Harald Angerer

Itter –Es ist eine verzwickte Situation – in Sachen Itterer Skiwiese scheiden sich die Geister in der Brixentaler Gemeinde. Seit vielen Jahren versucht die Gemeinde, den bestehenden Tellerlift zu modernisieren und einen idealen, ortsnahen Anfängerhügel zu schaffen. Das Kernproblem: Der Ortskern von Itter liegt fast drei Kilometer von der Talstation der Salvistabahn und somit vom Skigebiet SkiWelt Wilder Kaiser - Brixental entfernt.

Eine neue Lösung für das Problem lässt nun die Meinungen im Ort auseinandergehen. In der jüngsten Sitzung hat sich der Vorstand der Bergbahn Hopfgarten, Itter, Kelchsau klar für eine Lösung in der Nähe der Salvistabahn ausgesprochen. Äußerst unangenehm für den Bürgermeister, Josef Kahn. Er ist einer der Grundbesitzer in dem Bereich. „Für mich ist das eine blöde Situation als Grundbesitzer dort. Denn diese Lösung ist für Itter nicht ideal und ich setze mich schon seit Langem für die Skiwiese im Ort ein“, sagt Kahn auf Anfrage der Tiroler Tageszeitung.

Man war sogar schon beim Land vorstellig, wegen der Förderungen für Kleinstskigebiete. Doch ohne die Bergbahn ist eine Lösung nicht möglich. „Die ist natürlich ein Wirtschaftsbetrieb und sucht eine kostengünstige Lösung“, schildert Kahn. Der Tellerlift in Ortsnähe ist zu weit weg, denn es wäre dort auch eine Beschneiungsanlage nötig. Zudem führt ein Interessentschaftsweg dort über die Piste.

Eine weitere Möglichkeit ist der Mitterwieslift auf halber Strecke zur Salvista. „Wenn die Lösung an der Bergbahn-Talstation kommen würde, dann hat die Bergbahn zugesagt, den Lift dort weiter zu betreiben und auch zu beschneien“, erklärt Kahn. Aber auch der Mitterwieslift sei für ihn nicht die ideale Lösung. „Das Problem hat damit begonnen, dass damals die Salvistabahn so weit vom Ort weg an die Söller Grenze gebaut wurde“, sagt der Bürgermeister. Nun sei eine Skiwiese im Ort eine Insellösung, die wirtschaftlich kaum tragbar sei. „Aber genau jene, die jetzt wegen der Skiwiese im Ort schreien, haben damals die Salvista da draußen unterstützt“, sagt Kahn und er vermisst die Einigkeit im Ort. Es wäre wichtig, dass ganz Itter hinter einer Lösung steht, nur so könnte man auch auf die Bergbahn ein wenig Druck ausüben und eine ortsnahe Lösung ermöglichen. Doch es würden nicht alle dieselben Interessen haben.

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