Pfarre Landeck kämpft mit millionenschwerer Hürde

Öffentliche Geldgeber steuern 70 Prozent zur 2,5 Mio. Euro teuren Sanierung der Pfarrkirche bei. Pfarre strebt 400.000 Euro Eigenmittel an.

Von Helmut Wenzel

Landeck –Die archäologischen Grabungen in der Stadtpfarrkirche Maria Himmelfahrt haben sensationelle Funde und Erkenntnisse gebracht – die TT berichtete. Demnach ist die Kirche nicht 750 Jahre alt, wie es in der offiziellen Geschichtsschreibung hieß. Die ersten baulichen Hinweise auf sakrale Handlungen reichen 1500 Jahre zurück, wie die Archäologen festgestellt haben.

In wenigen Wochen beginnen die Arbeiten zur Generalsanierung des Gotteshauses. Dafür sind Budgetmittel in Höhe von 2,5 Mio. Euro nötig. „70 Prozent bzw. 1,75 Millionen Euro haben uns öffentliche Fördergeber bereits zugesagt“, schilderte Pfarrer Martin Komarek am Montag. Unter den Förderern finden sich das Land Tirol mit 500.000 Euro, die Stadt Land­eck mit 400.000 Euro und das Bundesdenkmalamt.

„Die Finanzierung ist für uns eine hohe Hürde“, weiß Komarek, „der Renovierungsausschuss hat jedenfalls beschlossen, dass wir keine Schulden machen.“ Sollten die Mittel vorerst nicht reichen, würden einzelne Aufträge zurückgestellt.

Die Pfarre hat sich zum Ziel gesetzt, Eigenmittel in Höhe von 400.000 beizusteuern. „Wir werden weiterhin um Spenden und Patenschaften werben“, so der Pfarrer. Auch die Bausteinaktion mit Drucken des Landecker Künstlers Elmar Peintner wird fortgesetzt. Peintners Originalgemälde „Pfarrkirche Landeck Maria Himmelfahrt“ soll heuer mit dem Ausrufpreis von 2500 Euro an den Meistbietenden versteigert werden.

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Noch offen im Budgetplan ist der Betrag von 350.000 Euro. Verhandlungen mit möglichen Subventionsgebern sind laut Komarek im Laufen.

Wegen der Restaurierungsarbeiten bleibt die Kirche ab 5. Mai bis November gesperrt. Gottesdienste werden im städtischen Altenheim zelebriert. Bis 15. August 2016 sollen wesentliche Teile der Sanierung vollendet sein.


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