Lebenspolizzen: Zins fällt weiter

Wien – Das schon mehrere Jahre anhaltende Niedrigzinsniveau macht den Lebensversicherungen zunehmend Sorgen, ihre garantierten Zinsversprech...

Wien –Das schon mehrere Jahre anhaltende Niedrigzinsniveau macht den Lebensversicherungen zunehmend Sorgen, ihre garantierten Zinsversprechungen auch auf den Kapitalmärkten erwirtschaften zu können. Manfred Rapf, Vorsitzender der Sektion Lebensversicherungen im Versicherungsverband (VVO), glaubt, dass der aktuelle Garantiezins von 1,75 Prozent im nächsten Jahr von der dafür zuständigen Finanzmarktaufsicht FMA auf 1,5 oder sogar 1,25 Prozent gesenkt wird. Der Garantiezins hängt von der Sekundärmarktrendite etwa der Staatsanleihen ab. Diese lag im März bei 1,18 Prozent.

2013 machte die Gesamtverzinsung der Lebensversicherungsverträge in Österreich (inklusive Gewinnbeteiligung) im Durchschnitt 3,25 Prozent aus. Das sei eine herzeigbare Verzinsung. Der Anteil der Prämien an den gesamten Versicherungsprämien lag bei 39 Prozent, das Prämienvolumen betrug 6,5 Mrd. Euro. Die Anzahl der Verträge lag mit 9,8 Millionen über der Einwohnerzahl von 8,5 Millionen. An Kunden wurden 6,3 Mrd. Euro ausgezahlt.

Aktuell liege der Garantiezins im Bestand bei 2,7 bis 2,8 Prozent, gegenüber 3,1 bis 3,2 Prozent in Deutschland, weshalb sich die heimischen Versicherungen bei der Veranlagung auch leichtertun würden. In Österreich sieht Rapf noch Raum für Lebensversicherungen. Liege die Durchdringung in der EU bei 4,5 Prozent des BIP, machten die Prämien in Österreich nur 2,1 Prozent des BIP aus. (TT, APA)


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