Papst genehmigt Reformprojekt für Vatikanbank

Der IOR werde weiterhin Finanzdienstleistung für die Kirche abwickeln.

Blick auf die Kuppel des Peters-Doms.
© Pressefoto ULMER

Vatikanstadt - Papst Franziskus hat ein Reformprojekt für die Zukunft der Vatikanbank IOR genehmigt. Dabei habe der Heilige Vater die Bedeutung der Mission des IOR für die katholische Kirche, den Heiligen Stuhl und den Vatikan bestätigt, heißt es in einem am Montag veröffentlichten Vatikan-Bericht. Der IOR werde weiterhin Finanzdienstleistung für die Kirche abwickeln.

Der IOR werde nach wie vor unter Aufsicht der vatikanischen Finanzaufsichtsbehörde AIF stehen. IOR-Präsident Ernst von Freyberg und das Management der Bank sollen ihren Reformplan weiterhin umsetzen, teilte der Vatikan mit. Der Plan soll dem achtköpfigen Kardinalsgremium vorgelegt werden, das mit dem Papst an der Reform der Kurie arbeitet.

Neues Wirtschaftssekretariat

Der Vatikan hatte im Februar ein Motu proprio des Papstes angekündigt, das die Gründung eines neuen Wirtschaftssekretariats für den Vatikan zum Inhalt hat. Der Vatikan bekommt damit eine zentrale Aufsichtsbehörde für alle wirtschaftlichen Angelegenheiten. Leiter der Behörde ist der australische Kardinal George Pell. Das neue Ministerium ist eine Institution mit Autorität über alle wirtschaftlichen und finanziellen Belange des Vatikanstaates.

Die Errichtung der neuen Zentrale war die erste institutionelle Entscheidung in der Reform der Kurie, die vom Papst mit der Gründung des Kardinalsrates „C-8“ angekündigt worden war. Kardinal Pell ist selbst eines der acht Mitglieder des Kardinalsrates.

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Nach etlichen Skandalen um dubiose Geldgeschäfte befindet sich die Vatikanbank gegenwärtig in einer Umstrukturierung. Präsident Von Freyberg will das Geldinstitut transparenter machen und internationalen Standards anpassen. Im Oktober veröffentlichte das IOR, das Einlagen in Höhe von 6,3 Milliarden Euro verwaltet, erstmals einen Jahresbericht. (APA)


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