Kampfabstimmung zwischen Prock und Bielowski droht

Im Österreichischen Rodelverband zeichnet sich ein Wahl-Duell ab: Plötzlich liebäugelt auch Ex-Rodler Markus Prock mit dem Präsidentenamt.

Markus Prock überlegt eine Kandidatur für das Amt des Österreichischen Rodelpräsidenten.
© gepa

Von Florian Madl

Innsbruck – Am 7. Mai soll Michael Bielowski das Amt des Österreichischen Rodelpräsidenten vom scheidenden Friedl Ludescher übernehmen, bereits im Oktober hatten die Landesverbände einhellig dafür gestimmt. Nach einem Formalakt sieht es seit Samstagvormittag allerdings nicht mehr aus: Der Olympiaworld-Geschäftsführer war mit den Ex-Rodlern Markus Prock, Andreas Linger und Tobias Schiegl zusammengetroffen, Sportdirektor Prock soll ihn zum Rückzug aufgefordert haben. Damit, gibt Bielowski den Inhalt des Gesprächs wider, entginge man einem Duell. Doch der Jurist gibt sich gelassen: „Ich habe kein Problem mit einer Kampfabstimmung, eine Wahl ist schließlich ein demokratischer Prozess.“ Prock macht aus seinen Ambitionen auf das Präsidentenamt ebenfalls keinen Hehl: „Ich bin schwer am Überlegen.“

So soll es nun bei der Verbandssitzung im Mai tatsächlich zum Duell Michael Bielowski und Markus Prock kommen, beim Ex-Rodler wird der eben zurückgetretene Doppelsitzer-Olympiasieger Andreas Linger als Vizepräsident gehandelt.

Eine Unvereinbarkeit – Bielowskis Olympiaworld ist auch Bahnbetreiber in Igls – sieht der Geschäftsführer keine: „Diese Agenden habe ich abgegeben.“

In die angedachte Fusion des Bob- und Skeletonverbands mit den Rodlern kam Bewegung. Stadt und Land sandten einen Brief an die Bundessport­organisation, um dem Wunsch Nachdruck zu verleihen. „Ich sehe das als Chance für die Zukunft der Sparten“, erklärt dazu Innsbrucks Sport­referent Christoph Kaufmann.

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Bis dahin werde es wohl noch eine Zeit dauern. Für die ebenfalls vakante Position des österreichischen Bobpräsidenten – Andreas Lotz verließ erst kürzlich die Bühne – werden derzeit Jurist Christian Mertens und Unternehmer Hubert Palfinger gehandelt.


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