Zwischen den Zeiten und Welten

Innsbruck – An den Schnittstellen der Wahrnehmung sind die Fotografien von Claudia Fritz angesiedelt. „Passengers“ heißen die zwölf, die sie...

© claudia fritz

Innsbruck –An den Schnittstellen der Wahrnehmung sind die Fotografien von Claudia Fritz angesiedelt. „Passengers“ heißen die zwölf, die sie für ihre Personale in der Andechsgalerie aus 3000 ausgewählt hat. Bilder von unterwegs, „geschossen“ aus fahrenden Zügen oder Autos heraus. Immer mit einer gläsernen Trennlinie zwischen einem Innen und Außen als virtuelle Zäsur zwischen Zonen mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten.

In der Fotografie von Claudia Fritz werden alle diese Ebenen zu einer einzigen. Reales wird uneindeutig, verwischt zur autonomen Struktur, zum vieldeutigen Spiel mit Licht und Schatten, mit poetischen Spiegelungen und Reflexionen. Für Claudia Fritz sind ihre Fotografien Zustandsbilder, Visualisierungen des Wegträumens aus der Wirklichkeit. Es geht um Zwischenzeiten und Zwischenwelten, die die Künstlerin, deren ständige Begleiterin seit vielen Jahren die Kamera ist, nicht bewusst sucht, sondern findet.

Trotzdem ist in diesen Bildern nichts zufällig, ihre Komposition verrät nicht nur einen sensiblen Blick für das an sich Unscheinbare, sondern auch ein untrügliches Gespür für Ausschnitte und Perspektiven. Wobei Räume in der Fotografie der gelernten Architektin eine große Rolle spielen, wenn auch weniger real gebaute als mentale. (schlo)

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