15 Jahre Arbeit nach Absamer Waldbrand

Umweltminister Rupprechter lud die Einsatzkräfte am Montag zum Abendessen ein. Dabei wurden auch die Schritte zur Wiederherstellung des Schutzwaldes skizziert.

Absam – Fast 1000 Einsatzkräfte hatten sich vor gut zwei Wochen am Absamer Hochmahdkopf drei Tage gegen einen riesigen Waldbrand gestemmt.

Am Montag traf sich gut die Hälfte von ihnen wieder in Absam – allerdings in einem weit gemütlicheren Rahmen. Umweltminister Andrä Rupprechter hatte sein Versprechen eingelöst und die Helfer zu einem Abendessen ins Veranstaltungszentrum KiWi eingeladen. „Das ist eine kleine Anerkennung für euren Einsatz. Die Kosten dafür sind mehr als gerechtfertigt, die öffentliche Hand sagt Danke“, rief Rupprechter den Vertretern von Feuerwehren, Bundesheer, Rotem Kreuz, Bergrettung und Polizei zu.

Spürbar ergriffen war Absams Bürgermeister Arno Guggenbichler, der von drei Phasen sprach, die er beim Brand durchlebt habe: Nach dem Gefühl der Ohnmacht in der ersten Nacht werde er das Bild des Zusammenstehens und Ärmelaufkrempelns am Tag danach „nie vergessen“. Am Sonntag sei schließlich mit dem Schnee die Hilfe von oben gekommen.

Wiederaufforstung und Lawinenschutz

Bei der Feier skizzierten Günther Brenner (Bezirksforstinspektion, BFI) und Josef Plank (Wildbach- und Lawinenverbauung, WLV) auch die Schritte zur Wiederherstellung des Schutzwaldes am Hochmahdkopf. Insgesamt 120 Hektar seien betroffen. Die WLV werde noch heuer beginnen, die Lawinenverbauungen wiederherzustellen, sagte Plank.

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Durch die Ausbringung von standortgerechten Samen und Pflanzen will die BFI die gefährliche Erosion verhindern und wenn die Schutzbauten stehen, mit der Wiederaufforstung beginnen.

Ganze 15 Jahre werde das Projekt dauern, erklärte Brenner. Die Kosten liegen bei rund drei Millionen Euro. Geld, das Bund und Land zugesichert haben. (cm)


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