Co-Trainer Gavan: Zu 20 Prozent bin ich noch Spieler

Daniel Gavan startet heute mit Hypo gegen Aich/Dob in seine 14. Finalserie. Erstmals nimmt er aber „nur“ am Spielfeldrand Platz.

Von Tobias Waidhofer

Innsbruck –Nein, ganz hat sich Daniel Gavan vom Parkett, das für ihn die Welt bedeutet, nicht verabschiedet. „Zu 20 Prozent bin ich immer noch Spieler“, lacht das Hypo-Urgestein. Zum 14. Mal steht der 36-Jährige ab heute (20.15 Uhr) in der Finalserie der Austrian Volley League (AVL). Nicht umsonst sagt der 2,02 Meter große und sanfte Riese selbstbewusst: „Ich hab­e alles erlebt.“ In Österreich ganz sicher: Sechs Meister­titel, vier Cupsiege und zwei MEVZA-Titel stehen auf seiner Visiten­karte.

Nur wird Gavan seine Routine diesmal nicht auf dem Feld, sondern „nur“ von außen einbringen können. Seit dem 31. Jänner arbeitet der gebürtige Rumäne (seit 1999 in Hypo) endgültig als Co-Trainer. „Das wird sicher ein ungewohntes Gefühl“, meint Gavan, der sich auch als Trainer voll akzeptiert fühlt. „Die Jungs nehmen meinen Rat an. Nicht nur die jungen Spieler, auch die älteren fragen immer wieder: Wie ist so eine Finalserie?“

Nur ungern erinnert sich Gavan dabei an das vergangene Jahr, als die Innsbrucker das entscheidende siebte Spiel in Bleiburg 1:3 verloren: „Da hatten wir, glaub­e ich, aber auch nur noch sechs fitte Spieler“, erinnert der Co-Trainer an das damalige Verletzungspech. Tatsächlich musste damals sogar Aufspieler Tamas Kaszap im Angriff aushelfen. Jetzt ist alles anders. Alle Spieler sind fit. Trainer Stefan Chrtiansky kann heute aus dem Vollen schöpfen.

„Unser wichtigstes Ziel ist der österreichische Titel, jetzt kann es losgehen“, freut sich der Coach und fordert: „Wir müssen mit dem ersten Service Druck machen.“ Schließlich sollen die Kärntner schnell zu spüren bekommen, dass der Titel diesmal in Tirol bleiben muss. Die zwei direkten Saison-Duelle haben die Innsbrucker gewonnen. Das sollte ebenso für Selbstvertrauen sorgen wie der bereits eingefahrene Cup-Triumph (bei dem auch Gavan noch aktiv mitgeholfen hatte). Für Aich-Dob-Sportdirektor Martin Micheu, der mit seinem Team schon gestern anreiste, „ist Hypo Favorit“. Aber Vorsicht: Das klang im Jahr davor auch nicht anders. Das Ergebnis ist bekannt.


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