Regio Imst startet mit Energie in die Zukunft

In den vergangenen sieben Jahren wurden 152 Projekte umgesetzt. Als Klima- und Energie-Modell-Region braucht es jetzt neue Ideen.

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Von Thomas Ploder

Mieming, Mils b. I. –Bei der Generalversammlung in Mieming zogen Obfrau Brigitte Flür und Geschäftsführerin Nicole Krismer-Stern von Regio Imst, dem Regionalmanagement des Bezirks, eine beeindruckende Bilanz: Insgesamt wurden in der abgelaufenen siebenjährigen Förderperiode 152 Projekte mit einem Gesamtvolumen von über 20 Mio. Euro und einer durchschnittlichen Förderquote von rund 50 Prozent bearbeitet. Alleine im letzten Jahr wurden 25 Projekte beschlossen, wovon 14 bereits eine Förderzusage von insgesamt mehr als 738.000 Euro erhielten. Die Inhalte betreffen Themen aus der Wirtschaft mit Schwerpunkten in der Landwirtschaft und dem Tourismus, dem Sozialleben, der Bildung und der Verbesserung der Infrastruktur.

Neben der Betreuung von Vorhaben übernahm Regio Imst auch selbst die Funktio­n des Projektträgers. Unter den eigenen Projekten finden sich etwa die Outdoor­akademie, Climbers Paradise, das Energie­projekt, die Qualitätsoffensive innovativer Tourismus, Ötztal Web sowie ein Büchereiprojekt in Verbindung mit Internet für alle.

Wie Christian Stampfer vom Amt der Tiroler Landesregierung erklärte, ändern sich mit der neuen Förderperiode auch die Rahmenkriterien. Die neue Richtlinie der EU sieht eine Kürzung des Gesamtvolumens, inhaltliche Veränderungen und auch eine Reduzierung der Leader-Regionen vor. Deshalb sei es erforderlich, sich erneut um die Anerkennung als geförderte Region zu bewerben.

Unabhängig von EU-geförderten Maßnahmen bemühte sich Regio Imst erfolgreich um die Anerkennung als Klima- und Energie-Modell-Region (KEM). Unter der Koordinatio­n des Regionalmanagements wird mit allen Gemeinden bis zum Herbst ein Konzept erstellt.

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Dazu sollen in den Gemeinden auch KEM-Beauftragte und Energieteams installiert werden. Prozessbetreuer ist Peter Swozilek. „Ohne Einbindung der Bevölkerung und ehrenamtliche Mitarbeit wird das gewünschte Ziel der Grundlagendefinition bis zum 20. September nicht gelingen“, so Swozilek, „es ist also erforderlich, in jeder Gemeinde Strukturen zu schaffen, damit Ideen erfasst und diskutiert werden können.“

Parallel dazu wird auch von Regio Imst eine Möglichkeit geschaffen, Ideen einzubringen. In allen Gemeindeämtern und auf der eigens dafür eingerichteten Internetplattform www.energiebuendel-imst.at finden sich detailliert­e Informationen zu einem Ideen­wettbewerb in zwei Kategorie­n. „Prämiert wird die Idee“, betont dazu Nicole Krismer-Stern, „unabhängig von der direkten Umsetzbarkeit.“ Mitmachen darf jeder, die Projekte werden gesammelt und nach der Prämierung der Sieger allen Gemeinden zur möglichen Realisierung zur Verfügung gestellt.


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