Jungunternehmer sollen Bezirksstadt beleben

In „vergessenem“ Teil der Landecker Malser Straße entsteht Baucenter für Jungunternehmer. Auch Gebietskrankenkasse könnte sich ansiedeln.

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Von Helmut Wenzel

Landeck –Vor wenigen Jahren hat ein traditionsreiches Bauunternehmen seine Zelte in der äußeren Malser Straße abgebrochen. Ein Lebensmittelmarkt schloss die Türen für immer. Sukzessive zogen kleinere Einzelhändler und Dienstleister weg. In Summe gingen im „vergessenen“ Teil der Malser Straße in den vergangenen 15 Jahren mehr als 100 Arbeitsplätze verloren.

Vor diesem Hintergrund ist eine fünfköpfige heimische Unternehmergruppe angetreten, neue Impulse zu setzen. Ein verwaistes Firmenobjekt wurde gekauft, derzeit werden die Fassaden renoviert. Am Ende der Frischzellenkur soll das Baucenter „M84“ mit mehr als 1000 Quadratmetern Fläche entstehen. „Wir möchten Jungunternehmern Lust auf einen eigenen Betrieb machen. Dazu bieten wir attraktive Rahmenbedingungen, Netzwerke sowie die bestmögliche Starthilfe“, erläuterten die Initiatoren Thomas Walser und Karl Lenhart. Man arbeite eng mit dem AMS, der Wirtschaftskammer und der BH Landeck zusammen. Ein Installateur und zwei Spengler sind bereits Fixstarter. In der „Start-up-Phase“ in den ersten 60 Monaten werde man günstige Mietflächen zur Verfügung stellen.

Die Investorengruppe hat bereits ein weiteres leer stehendes Objekt unweit des „M84“ ins Auge gefasst. Nur sei ein Kauf wegen rechtlich unklarer Verhältnisse derzeit nicht möglich.

Gerade in diesem Teil der Stadt sei eine Wirtschaftsbelebung höchst willkommen, betonte Bürgermeister Wolfgang Jörg. „Erfreulich ist, dass die Initiatoren speziell Jungunternehmer ansprechen möchten.“ Die Stadt werde das Projekt bestmöglich unterstützen. Er hofft, dass sich weitere Betriebe im Umfeld des „M84“ ansiedeln.

Eine der Ideen, die in diesem Zusammenhang zumindest inoffiziell diskutiert werden, ist die Übersiedlung der Tiroler Gebietskrankenkasse, Außenstelle Landeck, von der beengten Fischerstraße in die äußere Malser Straße. „Der neue Standort wäre im Sinne von zahlreichen Versicherten aus dem ganzen Bezirk“, sagten Jörg und AK-Kammerrat Stefan Scherl. Von einer Umsetzung der Idee sei man aber noch meilenweit entfernt.


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