Stanglwirt plant neue Deponie

Der Goinger Stanglwirt möchte in St. Johann eine neue Bodenaushubdeponie errichten. Ein Ansuchen liegt der BH vor.

Von Harald Angerer

Going, St. Johann i. T. –Der Stanglwirt ist auf der Suche nach Ersatz – Ersatz für die ehemalige Deponie in Going. Und er ist fündig geworden, in St. Johann. Mit der ehemaligen Aushubdeponie ist der Stanglwirt unfreiwillig in die Schlagzeilen geraten, als diese im Jahr 2011 bei einem Hangrutsch ins Tal donnerte.

Damals wurde vor allem für den Aushub der Baustelle für den Kitzbühel Country Club Platz gebraucht. Ein aktuelles Projekt liege diesmal aber nicht vor. „Wir haben keine speziellen Pläne, aber wir brauchen immer wieder eine solche Fläche für Umbauarbeiten und in dem konkreten Fall wollen wir in dem Bereich eine Senke auffüllen“, sagt Stanglwirt-Geschäftsführer Richard Hauser.

Ein ganz normaler Vorgang, wie er betont. Die mündliche Verhandlung wird am 16. April stattfinden. Aus dem Antrag geht auch klar die Größe hervor. „Die beabsichtigte Bodenaushubdeponie beansprucht eine Grundfläche von ca. 25.000 m², das gesamte Schüttvolumen beträgt ca. 65.000 m³. Die Bodenaushubdeponie soll innerhalb von 10 Jahren in zwei Ausbaustufen fertig gestellt werden. Es wird ausschließlich Bodenaushub von den eigenen Bauvorhaben der Stanglwirt GmbH abgelagert. Die Anlieferung des zu deponierenden Materials erfolgt rund 2500 m über die Loferer Bundesstraße (B178) und anschließend rund 200 m über einen privaten Güterweg. Nach Abschluss wird die Deponiefläche wieder mit dem vorher abgezogenen Humus überschüttet und soll weiterhin als Grünfläche Verwendung finden“, heißt es in dem Antrag.

Der damalige Hangrutsch ist für Richard Hauser und den Stanglwirt erledigt, wie er betont. Um die Schuldfrage an dem damaligen Hangrutsch zu klären, waren zwei Gerichtsverfahren notwendig. Das Gericht kam zu dem Entschluss, dass der private Projektgutachter die Schuld trage (das Urteil ist noch nicht rechtskräftig). Die übrigen drei Angeklagten, darunter Stanglwirt-Geschäftsführer Richard Hauser, wurden hingegen vom Richter freigesprochen.

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